Knochenbrüche bei 91-Jähriger

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Polizei sicher: Feiger Räuber wird geschnappt

Die Polizei rät älteren Damen, bei einem Überfall keinen Widerstand zu leiste. Die Gefahr einer schweren Verletzung sei dabei immer viel zu hoch, heißt es.  
Die Polizei rät älteren Damen, bei einem Überfall keinen Widerstand zu leiste. Die Gefahr einer schweren Verletzung sei dabei immer viel zu hoch, heißt es.
Arno Burgi

Vor gut zwei Wochen wurde eine Rentnerin in Neubrandenburg ausgeraubt, der Täter verletzte sie schwer. Jetzt gibt es neue Hinweise zum brutalen Räuber.

Der Täter, der am späten Nachmittag des 30. Juni in der Oststadt eine immerhin schon 91 Jahre alte Dame überfiel, darf nicht ungeschoren davon kommen. Darin ist sich der Erste Kriminalhauptkommissar Norbert Rieger von der Neubrandenburger Kripo mit seinen Kollegen einig. Zwar ist er immer noch nicht identifiziert. Es gibt aber Anlass zur Hoffnung.

„Bei uns haben sich nach der Tat und dem Aufruf in der Zeitung einige Zeugen gemeldet“, sagte der Kripo-Mann Rieger am Mittwoch. Die Überprüfung von deren Angaben würde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Aber die Ermittler verlassen sich nicht nur darauf, versicherte der Hauptkommissar. „Wir vergleichen die Tat mit anderen Handtaschenräubereien in der Stadt und in der Umgebung und nehmen dabei besonders die Vorgehensweise unter die Lupe.“ Dabei würde sich der Tätertyp allerdings meist gleichen wie ein Ei dem anderen: „Die brauchen ganz schnell Bargeld, egal wie hoch das Risiko ist.“

Arm und Nase gebrochen

iele Betroffene, so der 60-Jährige, würden zufällig ausgewählt. Die seien dann nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Die Annahme, potenzielle Straßenräuber würden ihre Opfer sorgfältig auswählen und ausspionieren – etwa am Geldautomaten in der Bank – treffe häufig nicht zu. „Aber wir kriegen ihn“, so Rieger optimistisch. Der Kriminalist hat dabei die eigene Statistik auf seiner Seite. Denn die Erfolgsquote bei Raub oder sogar Raubüberfällen in Neubrandenburg ist recht ansehnlich: In 16 von 18 Fällen im vergangenen Jahr konnten Polizisten erfolgreich zuschlagen und die Verdächtigen dingfest machen.

Der jetzt als „Fahrrad-Räuber“ zu zweifelhaftem Ruhm gelangte Unbekannte war bei seiner Tat äußerst brutal zu Werke gegangen – die alte Dame stürzte bei dem Versuch, Widerstand zu leisten und brach sich Arm und Nase. Anschließend flüchtete der junge Mann auf einem Fahrrad vom Tatort in der Röntgenstraße in Richtung Petrosawodsker Straße.