VOM WINDE VERWEHT

Passanten finden Falschgeld in Neubrandenburg

Der Wind pustete zahlreiche falsche Geldscheine über eine Straße in Neubrandenburg. Da kam einiges zusammen.
Der linke Schein ist eine Fälschung, der rechte Schein ist echt.
Der linke Schein ist eine Fälschung, der rechte Schein ist echt. Polizei Neubrandenburg
Fast 150 Scheine „Spielgeld” flatterten auf dem Datzeberg herum.
Fast 150 Scheine „Spielgeld” flatterten auf dem Datzeberg herum. Polizei Neubrandenburg
Neubrandenburg.

Mit dem Scherz „Das Geld liegt auf der Straße” kommentiert die Neubrandenburger Polizei launig einen ungewöhnlichen Fund auf dem Datzeberg: Am späten Dienstagabend entdeckten Passanten in der Erich-Zastrow-Straße etliche Banknoten vom Wind verweht auf der Straße verteilt. Die flugs informierte Polizei konnte insgesamt 147 Scheine aufsammeln: viele Zehner, aber auch 50- und sogar 500-Euro-Noten.

Insgesamt handelte es sich um 8020 Euro – wenn die Scheine denn echt gewesen wären. Allerdings entpuppten sich die Scheine schon vom Griffgefühl her schnell als eine spezielle Form von „Spielgeld”, in täuschend echter Größe, aber auch mit dem Schriftzug Wort „copy” versehen.

Betrugsfälle in Geschäften und Clubs

Da sie unter anderem bei Filmproduktionen zum Einsatz kommen, werden solche Scheine auch „Movie Money” oder „Prop Money” genannt. Herstellung und Erwerb sind legal – nicht aber der Einsatz als Zahlungsmittel. Auch in Neubrandenburger Geschäften und Clubs seien bereits Betrugsfälle mit solchem Geld angezeigt worden, berichtet die Polizei.

Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen; sachdienliche Angaben werden entgegen genommen unter 0395 5582-2224, unter www.polizei.mvnet.de oder bei jeder Polizeidienststelle.

Europäische Zentralbank hat klare Regeln

In diesem Jahr seien bundesweit, auch in Mecklenburg-Vorpommern, vermehrt verwechselbare, banknotenähnliche Abbildungen aufgetreten, informiert das Landeskriminalamt MV. Diese „Spielgeld” sei unter Einhaltung von Regeln der Europäischen Zentralbank gefertigt und dürfte auch legal vertrieben werden.

Die Scheine müssen sich etwa in Größe, Material, Bildern, Aufdrucken so von echten Banknoten unterscheiden, dass eine Verwechslung mit echtem Geld ausgeschlossen ist. Aufdrucke weisen zusätzlich darauf hin. Außerhalb der Europäischen Union würden diese Regeln oft nicht eingehalten, so das LKA, so dass das dort produzierte „Geld” durchaus echt wirken könnte.

Das Geld werde meist im Einzelhandel, bei Festivals, in Bars oder Nachtclubs ausgegeben.

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