Die Polizei warnt vor Betrügern.
Die Polizei warnt vor Betrügern. Polizei
Online-Betrug

Polizei warnt vor falschen Jobangeboten in Zeiten von Corona

Die Betrüger ködern ihre Opfer mit vermeintlich leichten Jobs, für die es in Heimarbeit viel Geld gibt. Eine Frau aus Burg Stargard fiel darauf herein und entdeckte, worum es den Tätern wirklich geht.
Neubrandenburg

Die Polizei in Neubrandenburg warnt vor betrügerischen Stellenanzeigen im Internet für Tätigkeiten im Homeoffice in Zeiten der Corona-Krise. Betrüger veröffentlichten derzeit vermehrt als angebliche Firmen Inserate für Jobangebote, teilte die Polizeiinspektion Neubrandenburg am Dienstag mit. Die Inserate, die für kurze Arbeitszeiten hohe Erlöse versprechen, wirkten auf den ersten Blick seriös. Zudem werde suggeriert, dass unabhängig von Schulbildung oder bisherigem beruflichen Werdegang ausschließlich Wert auf das Engagement der Bewerber gelegt werde. Angeboten werde zudem eine Tätigkeit, die bequem von zu Hause aus bewältigt werden könne.

Frau aus Burg Stargard fiel auf die Betrüger rein

Eine 31-Jährige aus Burg Stargard sei bereits Opfer einer solchen Betrugsmasche geworden. Sie sei auf ein Jobangebot im Internet eingegangen und habe dafür ihre vollständigen persönlichen Daten an den vorgeblichen neuen Arbeitgeber geschickt. Mit den Daten sei dann ein Konto eröffnet worden. Die Betroffene habe davon erfahren, als sie von dem Geldinstitut eine Aufforderung bekam, ausstehende Geldbeträge zu überweisen. Dann sei der Frau bewusst worden, dass sie Opfer einer Betrugsstraftat geworden ist und erstattete Strafanzeige bei der Polizei.

Entsprechend verlangen die Täter von dem Bewerber, sämtliche Personalien, Bankdaten und zum Teil auch die Sozialversicherungsnummer für den vorgeblichen Arbeitsvertrag zu übersenden. Ausdrücklich würden auch ein Foto des Personalausweises sowie ein Selfie des Bewerbers mit dessen Ausweis in der Hand verlangt, angeblich um sich zu verifizieren, sagte die Sprecherin.

Betrüger verdienen mit den Daten Geld im Darknet

„Mit diesen Datensätzen können Betrüger im sogenannten Darknet viel Geld verdienen, direkt online Bankkonten auf Ihren Namen eröffnen, diverse Online-Bestellungen auf Ihren Namen tätigen, Accounts auf Ihren Namen auf sämtlichen Webseiten erstellen oder Verkäufe in Ihrem Namen tätigen”, warnte die Polizeisprecherin potenzielle Interessenten.

Die Polizei rät, bei jedem Jobangebot genau zu prüfen, „was wirklich dahinter steckt”. „Lassen Sie sich nicht von Geld blenden, denn in keinem Fall wird Ihnen letztlich von den Tätern Geld für Ihre Tätigkeiten ausgezahlt”, warnte die Polizeisprecherin eindringlich. Erst jüngst hatte die Behörden und Verbraucherschützer darauf aufmerksam gemacht, dass in Zeiten der Verunsicherung wegen der Corona-Pandemie vermehrt Betrüger ihr Unwesen treiben.

 

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