TODESFÄLLE

Zweiter Leichenfund in Neubrandenburg in kurzer Zeit

Einen Tag nachdem in Neubrandenburg eine Leiche gefunden wurde und zahlreiche Einsatzkräfte bei den Anwohnern für Aufregung sorgten, musste die Polizei wegen eines weiteren Todesfalls im selben Wohngebiet ausrücken.
Susanne Schulz Susanne Schulz
Nach dem Fund eines Toten in einem Wohnblock im Reitbahnviertel hatte der Polizeieinsatz die Nachbarschaft beunruhigt.
Nach dem Fund eines Toten in einem Wohnblock im Reitbahnviertel hatte der Polizeieinsatz die Nachbarschaft beunruhigt. Felix Gadewolz
Neubrandenburg.

Die Todesursache eines 59-jährigen Neubrandenburgers, der am Mittwoch in seiner Wohnung im Reitbahnviertel gefunden wurde, soll durch eine Obduktion geklärt werden. Das bestätigte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann nicht erst am Tag des Auffindens am Mittwoch verstorben ist. Wie lange er jedoch bereits tot sei, müsse nun die Rechtsmedizin klären.

Am Donnerstag sorgte indessen ein weiterer Polizeieinsatz für Aufregung im Reitbahnviertel. Auch diesmal waren die Beamten wegen eines vermuteten Todesfalls gerufen worden; auch diesmal bestätigte sich der Verdacht. Beide Fälle stehen den Polizeiangaben zufolge jedoch nicht in Zusammenhang.

Beim ersten Fall hatte die ehemalige Lebensgefährtin des 59-Jährigen die Polizei alarmiert, da sie den Mann seit mehreren Tagen nicht erreichen konnte. Auch zur Arbeit sei er nicht erschienen. Auf diese Hinweise hin war die Wohnungstür, nachdem den Polizisten niemand öffnete, mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr geöffnet worden. In der Wohnung entdeckten die Einsatzkräfte dann den Leichnam, der mehrere Verletzungen aufwies.

Zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort

Das Aufgebot von Rettungs- und Einsatzkräften sorgte für Aufsehen und Beunruhigung in der Nachbarschaft. Neben den Beamten des Polizeihauptreviers, Kripo-Ermittlern samt Kriminaltechnik warn auch Sanitäter, ein Notarzt, Rechtsmediziner sowie schließlich Bestatter vor Ort.

Dem vorläufigen Ergebnis der Leichenschau zufolge sind die Verletzungen jedoch nicht auf Fremdverschulden zurückzuführen. Vielmehr stünden sie „vermutlich im Zusammenhang mit der Krankengeschichte des Verstorbenen“, so die Polizei. Genauere Angaben könnten mit Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte des Mannes nicht gemacht werden.

Keine weiteren Ermittlungen

Die nächsten Angehörigen seien umgehend informiert worden, so die Präsidiumssprecherin weiter. Ihnen obliege es nun zu entscheiden, wer noch über den Todesfall informiert werden solle. Aktuell gebe es keine Notwendigkeit, für weitere Ermittlungen zum Beispiel die Arbeitsstelle zu kontaktieren. Abgesehen von den Hinweisen der ehemaligen Lebensgefährtin habe es auch zuvor keine Hinweise auf eine Situation gegeben, die es erforderte, die Wohnung zu öffnen.

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