WIDERSTAND BEI DER FESTNAHME

Polizist bei Einsatz geschlagen und gebissen

Während eines Einsatzes in Neubrandenburg hat sich ein gesuchter Mann derart gewehrt, dass ein Polizist verletzt wurde. Außerdem fletschte auch ein Hund die Zähne – und biss zu.
Eigentlich Routine: Zwei Polizisten wollten einen Haftbefehl in Neubrandenburg vollstrecken und zogen sich damit den Ärger des Gesuchten zu. Dieser wurde handgreiflich.
Eigentlich Routine: Zwei Polizisten wollten einen Haftbefehl in Neubrandenburg vollstrecken und zogen sich damit den Ärger des Gesuchten zu. Dieser wurde handgreiflich. NK
Neubrandenburg.

Einen nicht ganz selbstverständlichen Einsatz hatten zwei Polizisten am Mittwochmittag in der Neubrandenburger Oststadt. Laut einer Mitteilung wollten die Beamten in der Salvador-Allende Straße einen ausstehenden Haftbefehl realisieren.

Das erwies sich aber schwieriger als gedacht: In der Wohnung des 39-jährigen gesuchten Neubrandenburger sollen sich neben ihm, seine Ehefrau, sechs Kinder sowie mehrere Hunde aufgehalten haben. „Der Gesuchte verhielt sich gegenüber den eingesetzten Beamten sehr aggressiv und unkooperativ”, heißt es von einer Sprecherin. Bei der folgenden Festnahme habe der 39-Jährige Widerstand geleistet.

Dabei sei ein 24-jähriger Beamter durch den Gesuchten ins Gesicht geschlagen und verletzt worden. Doch damit nicht genug: Der Polizei zufolge ist der Beamte außerdem durch einen frei in der Wohnung herumlaufenden Hund zwei Mal gebissen und ebenfalls verletzt worden. Die Ehefrau des Beschuldigten habe erst nach mehrmaliger Aufforderung die Hunde eingesperrt. „Um den 39-Jährigen zu überwältigen, mussten die Beamten Pfefferspray einsetzen”, so eine Sprecherin weiter. Nachdem weitere Polizeibeamte eingetroffen waren, gelang es den Beschuldigten festzunehmen und ihn zunächst ins Polizeihauptrevier Neubrandenburg bringen. Auf dem Weg dorthin soll der Festgenommene die Beamten beleidigt haben. Er muss sich laut Polizei nun zusätzlich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung verantworten. Er wurde letztlich in die Justizvollzugsanstalt Neubrandenburg gebracht.

Gegen die 29-jährige Ehefrau wird derweil wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen ermittelt. Der verletzte Beamte musste sich zur Behandlung in das Klinikum Neubrandenburg begeben. Der Beamte sei aktuell aufgrund der Verletzungen nur innendienstfähig, so die Polizei abschließend.

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Kommentare (4)

Warum schickt man nur 2 Beamte hin ?. Der Mensch ist doch bekannt, und entsprechend handeln am besten mit Abwehrwaffen

In dem Artikel steht doch, dass Pfefferspray zum Einsatz kam. Was genau ist denn eine Abwehrwaffe? Das Attribut "Abwehr" ist doch von Situation zu Situation, Motiv und je nach eigenem Standpunkt unterschiedlich. Manch einer benutzt die gleiche Waffe für einen Angriff, die ein anderer wieder nur aus Gründen der Verteidigung benutzt bzw. mit sich trägt. Warum nur zwei Polizeibeamte hingeschickt wurden, weiß ich nicht. War vielleicht im Nachhinein keine so gute Idee. Muss die Polizei beantworten. Zum Glück ist der Täter dort, wo er hingehört und der Polizist nicht allzuschwer verletzt. Ob mit mehreren Beamten kein Beamter verletzt worden wäre, steht in den den Sternen.

Pfeffersprayeinsatz? Bei Anwesenheit von 6 Kindern?
Ich glaube da ist noch eine exaktere Berichterstattung erforderlich, ohne den per Haftbefehl gesuchten in Schutz zu nehmen.
Zwei Beamte sollten eigentlich in der Lage sein einen Haftbefehl gegen eine Person zu vollstrecken.
Das mehrere bissige Hunde in der Wohnung waren, konnte sicher niemand voraussehen. Auch nicht das die Frau sich nur widerstrebend bemühte die Hunde einzusperren, womit sicherlich die Verbringung in ein anderes Zimmer der Wohnung gemeint war. Aber dafür wird ja gegen sie ermittelt.

Interessanter Punkt. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Kinder wie Bauern vor den König standen. Die Frage ist - mich interessiert da eh mal die Wohnungsgröße, der ganzen Partypeople -, in welchem Bereich der Wohnung sie sich befanden und ob sie überhaupt was abbekommen haben. Wäre vielleicht schon erwähnt worden, wenn dem so gewesen wäre. Konjunktiv-Overkill. Ich sollte 'n Fahrradkettenverleih eröffnen. Möglicherweise war der Pfeffersprayeinsatz überhaupt nicht kritisch für die Kinder - welches Alter überhaupt? Na ja, alles Spekulation.