OSTSTADT

▶ Polizist soll Frauen misshandelt und ihre Wohnung angezündet haben

Ein 56-jähriger Polizist soll in der Neubrandenburger Oststadt zwei Frauen misshandelt und dann die Wohnung angezündet haben, in der sie sich aufhielten.
Die Tatort-Wohnung wurde von der Polizei versiegelt. Bis auf die Ermittler darf niemand rein.
Die Tatort-Wohnung wurde von der Polizei versiegelt. Bis auf die Ermittler darf niemand rein. Felix Gadewolz
Der Brand in der Oststadt hatte bereits am Montag für Aufsehen gesorgt.
Der Brand in der Oststadt hatte bereits am Montag für Aufsehen gesorgt. Felix Gadewolz
In diesem Wohnblock soll ein Polizist zwei Frauen misshandelt haben.
In diesem Wohnblock soll ein Polizist zwei Frauen misshandelt haben. Felix Gadewolz
Hinter der Tür der rechten Wohnung müssen sich schlimme Szenen abgespielt haben.
Hinter der Tür der rechten Wohnung müssen sich schlimme Szenen abgespielt haben. Felix Gadewolz
Was genau ist hinter dieser Wohnungstür vorgefallen? Die Polizei ermittelt.
Was genau ist hinter dieser Wohnungstür vorgefallen? Die Polizei ermittelt. Felix Gadewolz
Neubrandenburg ·

Ein Polizist aus dem Landkreis Rostock ist wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag festgenommen worden – die ihm zur Last gelegte Tat ist kaum zu glauben. Der Beamte steht im Verdacht, nicht nur für den Brand in der Hufelandstraße in der Neubrandenburger Oststadt am Montag Nachmittag verantwortlich zu sein, sondern auch für die Misshandlung zweier Frauen, die sich in der Wohnung aufhielten.

+++ UPDATE: Ein Polizist steht in Verdacht, zwei Frauen in der Wohnung misshandelt, eine vonk ihnen angezündet und so das Feuer verursacht zu haben. Hier lesen Sie mehr dazu. +++

Zwei Frauen erlitten schwere Verbrennungen

Wie die Staatsanwaltschaften Rostock und Neubrandenburg mitteilten, seien bei den beiden Frauen, die sich in der Brandwohnung aufhielten – einer 69-Jährigen und einer 33-Jährigen – Verbrennungen und weitere Verletzungen festgestellt worden, „die nach bisherigen Erkenntnissen durch stumpfe Gewalteinwirkung herbeigeführt wurden”. Die elf Monate alte Tochter der 33-Jährigen, die sich ebenfalls in der Wohnung aufhielt, war am Montag bereits durch Nachbarn aus der Wohnung geholt worden.

Verletzte Frau muss in einer Spezialklinik behandelt werden

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Die 33-Jährige sei in eine Spezialklinik nach Berlin gekommen. Auch die Seniorin und das Baby befänden sich noch in stationärer Behandlung, teilten die Behörden mit. Wegen der Verletzungsmuster gehe man derzeit vom versuchten Totschlag aus.

Noch in der Nacht zum Dienstag hatten die Ermittler und Spezialkräfte des Landeskriminalamtes den 56-Jährigen von seinem Wohnort nach Neubrandenburg gebracht, hieß es weiter. Das Führen der Dienstgeschäfte und das Tragen der Dienstwaffe seien dem Mann einstweilen untersagt worden. Ob auch ein Haftbefehl beantragt werde, solle im Laufe des Dienstags entschieden werden, hieß es.

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