AUSSTELLUNG IM VOLKSHAUS

Premiere einer Kunstmesse in Friedland gelungen

Das Lampenfieber der Macher vor der allerersten Kunstmesse in der Kleinstadt Friedland war unnötig.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Sehr zufrieden: die Organisatorin Peggy Steike (dritte von links)
Sehr zufrieden: die Organisatorin Peggy Steike (dritte von links)
Von wegen Risiko: Die erste Kunstmesse im Friedländer Volkshaus stieß auf einige Resonanz in dem Städtchen.
Von wegen Risiko: Die erste Kunstmesse im Friedländer Volkshaus stieß auf einige Resonanz in dem Städtchen.
Friedland.

Peggy Steike, Malerin aus Lübbersdorf und Ausdenkerin der ersten Friedländer Kunstmesse muss sich wundern – und das tut sie gern. Denn die Premiere der Ausstellung im Volkshaus mussten die Künstlerin und ihre engsten Verbündeten um eine ganze Stunde vorverlegen. „Um 16 Uhr wollten wir eröffnen“, sagt die Malerin und staunt immer noch: „Aber schon um drei mussten wir aufmachen, weil so viele Leute Einlass forderten.“ Bis zum Abend riss der Strom der Neugierigen nicht ab.

Dabei war nicht ohne Risiko, was Peggy Steike sich ersonnen hatte – in Friedland eine Kunstmesse über die Bühne gehen zu lassen. Schließlich hatte es Vergleichbares hier noch nicht gegeben. Immerhin meldeten sich beizeiten mehr als 35 Profi- und Hobby-Künstler an – aber ob die künstlerische Angelegenheit auf genug Resonanz unter den Friedländern stößt, konnte niemand voraussagen.

Selbst Eva Mieth nicht – und die arbeitet sogar schon seit 43 Jahren als Lehrerin für Kunsterziehung in Friedland. Die Frau aus der Schule war auserkoren, als eines von drei Mitgliedern in einer Jury zu sitzen, in der die Preisträger bestimmt wurden. Wolodja Stretsula überzeugte mit seiner „Katze“ und unter jenen Ausstellern unter 18 Jahren machte Monika-Charlotte Göpfert der Jury die meiste Freude. Friedländer wie Hans und Roswitha Jeschke machten Geld für die Preise locker.

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“, begrüßte ein aufgeräumter Friedländer Bürgermeister Wilfried Block die Gäste. Er sei voller Bewunderung und Anerkennung für alle Künstler, die hier im Volkshaus – das die Stadt unbürokratisch für die Kunstmesse zur Verfügung stellte – ausstellen, gestand der Rathaus-Chef ein. Und verrät auch einen Grund dafür: Er selbst sei, wenigstens was die Malerei beträfe, leider völlig untalentiert. Dabei hat er bis heute aufbewahrt, was ihm einst vor Jahrzehnten viel Mühe und Schweiß gekostet hat: Ein Selbstbildnis, gezeichnet im Kunstunterricht irgendwann vor dem Abitur. Das aber zeigt er nicht jedem.

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Kommentare (1)

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