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Publikum wird von den Sitzen gerissen

Mit dem "Wirtshaus im Spessart" sorgt die Theater und Orchester GmbH erneut für launige Abende in der Viertorestadt. Die Karten gehen weg wie warme Semmeln.  

dpa Manuela Wisbeck, die ihre Ausbildung an der Theaterakademie Vorpommern genoss, ist inzwischen ein bekanntes Fernsehgesicht ("Böse Mädchen", "Schlussmacher", "Let’s Dance", "Notruf Hafenkante"). Im "Wirtshaus zum Spessart" ist sie in eine turbulente Liebesgeschichte verstrickt.

Dieses Stück wird das Publikum von den Sitzen reißen. Denn dafür sorgen die Akteure höchstselbst beim Spektakel "Das Wirtshaus im Spessart", das von Ende Mai bis Ende Juni das Neubrandenburger Schauspielhaus zur Räuberhöhle macht: In den Pausen wird der Saal geräumt und draußen weitergespielt.

Mit dem "Wirtshaus im Spessart" setzt die Theater und Orchester GmbH fort, was im vergangenen Jahr mit dem "Hauptmann von Köpenick" begonnen wurde: Den Sommer zu eröffnen mit einem turbulenten Stück, für das der ehrwürdige Theatersaal so richtig verwandelt wird. Saß das Publikum 2014 in einem Berliner Biergarten, wird es diesmal in den Spessart entführt, wo die abenteuerlustige Comtesse durch einen fingierten Unfall gierigen Räubern in die Hände fällt.

Es folgen allerlei Turbulenzen und gleich mehrere Liebesgeschichten. An einer davon wirkt übrigens Manuela Wisbeck mit, die seit ihrer Ausbildung an der Theaterakademie Vorpommern mit der Fernsehserie "Böse Mädchen" berühmt wurde, es im Kinofilm "Schlussmacher" mit Matthias Schweighöfer aufnahm, sich in der RTL-Show "Let’s Dance" bis auf den 5. Platz tanzte und in der ZDF-Krimiserie "Notruf Hafenkante" die Krankenschwester Frauke Prinz spielt.

Ensemble versprüht gute Laune

Doch im Zentrum der Handlung steht neben Fabian Quast als Räuberhauptmann adliger Herkunft (den blanke Not in dieses "Amt" getrieben hat) die couragierte Franziska, verkörpert von Lisa Voß - schon vom Namen her sei es von Liselotte Pulver, die diese Rolle in der Filmversion spielte, zu Lisa Voß nur ein kleiner Schritt, ulkt Intendant Joachim Kümmritz. Überhaupt versprüht das Ensemble gute Laune und Vorfreude - vom Musikalischen Leiter Frank Obermair, der für die "musikalische Räuberpistole" (so der Untertitel) eine "kleine Bigband" um sich schart, bis zur Neubrandenburger Rethra-Feuercrew.

Die Regisseure Wolfgang Bordel und Andreas Flick wollen alle Register eines launigen Spektakels ziehen. Mit den 17 Vorstellungen wollen die Künstler rund 2500 Zuschauer erreichen - etwa ein Viertel der Karten sind bereits verkauft.