#Idahobit

„QueerNB” setzt Zeichen gegen Diskriminierung und Homophobie

Am Tag gegen die Diskriminierung sexueller Orientierung stellte sich der queere Verein den Fragen der Neubrandenburger. Demnächst ist eine weitere Aktion geplant.
Mit einem Infostand machte der Verein „queerNB“ auf die Diskriminierung von sexuellen Einstellungen aufmerksam.
Mit einem Infostand machte der Verein „queerNB“ auf die Diskriminierung von sexuellen Einstellungen aufmerksam. Henning Stallmeyer
Neubrandenburg

31 Jahre ist es her, dass die Weltgesundheitsorganisation beschloss, Homosexualität aus ihrem Register für Krankheiten zu streichen. Anlässlich dieses Jubiläums feierte die queere Gemeinschaft Neubrandenburgs am Montag den internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (Idahobit) auf dem Marktplatz.

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Queer, das ist ein Ausdruck, mit dem sich alle nicht heterosexuelle Menschen selbst beschreiben. Der Verein „queerNB“ meldete eine Demonstration und informierte an einem Stand zwischen 11 und 15 Uhr neugierige Mitbürger. Außerdem gab es kleine Quizfragen für die Passanten, die auf die Ungleichberechtigung und Diskriminierung queerer Menschen aufmerksam machten. „Uns geht es vor allem darum, mit den Neubrandenburgern ins Gespräch zu kommen und das queere Leben in Neubrandenburg sichtbar zu machen“, erklärt Marcel Spittel, der Vereinsvorsitzende.

Vorbereitung für Christopher Street Day laufen

Mit dabei am Infostand war auch Neubrandenburgs Gleichstellungsbeauftragte Christina Küster. Sie verteilte in Vorbereitung auf den Christopher Street Day wieder fleißig Regenbogenschirme, die im August in der Turmstraße aufgehängt werden sollen.

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Auch Marcel Spittel freut sich schon auf den Christopher Street Day, der am 14. August stattfindet. „Wir planen einen längeren Umzug als vor zwei Jahren. Außerdem wird es mehrere Aktionen in der Woche vor dem Christopher Street Day geben“, so der Vereinsvorsitzende. Dann hofft er auch die Regenbogenflagge, das Zeichen der queeren Gemeinschaft am Rathaus wehen zu sehen.

Zum Idahobit setzte der Neubrandenburger Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) bereits ein Zeichen und hisste die Regenbogenflagge in der Hochstraße am vorübergehenden Verwaltungssitz. „Das ist eine große Besonderheit und wir sind für die Unterstützung sehr dankbar“, findet Marcel Spittel.

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Kommentare (8)

welche Orientierung sexueller Natur der Nachbar oder fremde Leute haben, soweit es nicht in die Pädophilie bzw. ins Strafbare geht.
Das Menschen mit anderer Orientierung aber ständig auf sich aufmerksam machen müssen, so nach dem Motto: SCHAU MAL; ICH NEHM IHN QUER! ICH WILL DAS DU DAS WEISST UND DAS DU DAS GUT FINDEST. nervt nur noch.
Macht doch euer Ding nicht immer in der Öffentlichkeit.
Sonst könnten die sexuell NORMAL (ich mein also herkömmlich) angelegten Bürger ja auch in verschiedenen Interessengruppen auftreten:
Der eine steht auf rasierte Brünette mit kleiner Oberweite. Die andere mag nur sonnengebräunte Kahlköpfige mit muskulösen Oberarmen und wenig Hirn.
Und jeder macht TAMTAM und was soll das dann?
Macht euer Ding unter euch aus und lasst den Rest der Menschheit in Ruhe damit! Dann klappt’s auch mit der Akzeptanz.

könnte ich Ihrer Meinung zustimmen.
Leider ist vieles nicht selbstverständlich und wird bewertet.
Da der Marktplatz groß ist, kann jeder einen Bogen machen, der sich nicht für das Thema interessiert.

gepaart mit dem alltäglichen moralischen politischen Sackstand was man sagen darf und was nicht, auch in Form von Zensur und den dazugehörigen Repressalien im Hintergrund ist diese innerdeutsche Politik schon ganz schön beschämend - es reicht nicht fürs 21 Jh.

von Jot.Ell trifft genau den Punkt. Macht euer Ding und lasst den Rest damit in Ruhe. Denn mittlerweile wird für alles ein Zeichen gesetzt. Wo bleibt das Zeichen für die, die jeden Tag hart arbeiten und davon kaum leben können.

Mit anderer Sexualität.
Denen ist es größtenteils egal.
Das richtige Problem sind wie so oft Menschen, die meinen sich für "Minderheiten" einsetzen zu müssen, obwohl sie keiner dieser Gruppen selbst angehören.
Vielleicht damit sie sich selbst besser fühlen.

dass viele Homosexuelle in den Gaskammern des 3. Reiches endeten.

Saufen Sie noch weiter. Der Verstand ist schon weg.

diese Figuren schon wieder......