1100 KILOMETER

Radelnde Ärzte erneut auf Extrem-Kurs

In 48 Stunden mit dem Fahrrad durch ganz Deutschland: Mit dieser Herausforderung werben Dr. Falk Hildebrandt und sein Team „German Docs“ um Spenden für einen guten Zweck.
Susanne Schulz Susanne Schulz
Ja, er tut’s wieder: Anfang Juli will der Neubrandenburger Arzt Falk Hildebrandt (rechts) gemeinsam mit Koch Tom Handruck (in Schwarz) sowie den Brüdern Sebastian (vorn) und Christian Ansorge innerhalb von 48 Stunden das „Race Across Germany” bezwingen.
Ja, er tut’s wieder: Anfang Juli will der Neubrandenburger Arzt Falk Hildebrandt (rechts) gemeinsam mit Koch Tom Handruck (in Schwarz) sowie den Brüdern Sebastian (vorn) und Christian Ansorge innerhalb von 48 Stunden das „Race Across Germany” bezwingen.
Im Berufsalltag ist Dr. Falk Hildebrandt Leitender Oberarzt in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum.
Im Berufsalltag ist Dr. Falk Hildebrandt Leitender Oberarzt in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum.
Neubrandenburg.

5000 Fahrrad-Kilometer quer durch die USA haben Lust gemacht auf mehr: In wenigen Wochen steigen der Neubrandenburger Arzt Falk Hildebrandt und sein Team „German Docs“ erneut zu einer Extrem-Tour in den Sattel. Diesmal wollen sie das „Race across Germany“ (Rennen durch Deutschland) in Angriff nehmen: 1100 Kilometer vom nördlichen bis zum südlichen Ende der Bundesrepublik, von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen, zu bewältigen innerhalb von 48 Stunden.

„Wir wollten eine neue Herausforderung“, sagt der Mediziner, der im vorigen Jahr gemeinsam mit den Brüdern Sebastian Ansorge aus Rostock und Christian Ansorge aus Hamburg das „Race across America“ bewältigte: 5000 Kilometer von Kalifornien bis an die Ostküste, bei Tag und Nacht, Sonne und Wind, durch endlose Ebenen und widrige Gebirge. Das gemeinsame Ziel hat Tom Handruck, den Koch des damaligen Begleitteams, so begeistert, dass er nun bei der Deutschland-Durchquerung selbst mit in die Pedale tritt. Als zwei Duos gehen die Extrem-Radler an den Start. Aber nicht gegeneinander, wie Hildebrandt betont; sondern nur, weil bei einem sich abwechselnden Viererteam jeder Fahrer zu wenig Strecke hätte.

Wetter wird der widrigste Punkt

Die größte Herausforderung sei daher eher nicht die körperliche Anstrengung, auch wenn die Tour im Norden flach beginnt und südwärts immer bergiger wird. Als viel widriger könnte sich das Wetter erweisen: „Wenn es nass wird, das zermürbt“, weiß der 47-Jährige. Bei einem 24-Stunden-Test haben die „German Docs“ gerade einen Eindruck bekommen, wie ungemütlich es werden kann: Bei Gegenwind, Nachttemperaturen kurz unter Null sowie ständigen Schauern fuhren sie durch Schleswig-Holstein. Dennoch „lief’s ganz gut“, findet Falk Hildebrandt; und im Juli könnte der Wunsch nach trockenem, mildem Rennwetter ja schon realistischer sein.

Zuvor steht nächste Woche noch die Mecklenburger Seenrunde im Vorbereitungskalender; dazu das ganz alltägliche Programm: „Vor allem Radtraining in verschiedenen Formen, Intervalltraining auf dem Spinning-Rad im Fitnessstudio, aber auch Heimtraining auf Rollen.“

Schon nach dem „Race across America“-Erlebnis war dem Mediziner klar: Er würde es wieder tun. In diesem Jahr eben eine Nummer kleiner, was den logistischen Aufwand angeht. Aber erneut für einen guten Zweck: Die „German Docs“ werben mit ihren sportlichen Auftritten um Spenden für die Kinderkrebshilfe.

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