KUNDGEBUNG „MEHRPLATZFüRSRAD”

Radfahrer-Demo in Neubrandenburger Innenstadt

In der Fußgängerzone am Marktplatz stellen Fahrrad-Befürworter einen breiten Fahrradweg nach, von dem sie sich mehr in der Stadt wünschen.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Mit einer Aktion wie dieser in Berlin will der ADFC am Samstag in Neubrandenburg mehr Platz für Radfahrer einfordern.
Mit einer Aktion wie dieser in Berlin will der ADFC am Samstag in Neubrandenburg mehr Platz für Radfahrer einfordern. ADFC
2
SMS
Neubrandenburg.

Mit einer ungewöhnlichen Aktion protestiert der ADFC Tollense am Samstag in der Neubrandenburger Innenstadt für eine bessere Berücksichtigung der Belange von Radfahrern. „Wir demonstrieren für gute, breite Radwege, sichere Kreuzungen, viel mehr Fahrradabstellanlagen”, kündigte der Vorsitzende des ADFC Tollense, René Martin, an. Um die Forderungen zu veranschaulichen, soll in der Fußgängerzone in der Treptower Straße ein rund 20 Meter langer und 2,5 Meter breiter Fahrradweg mit einer Plastikfolie nachgestellt werden. Dieser Weg wird mit Pollern begrenzt, um symbolisch einen temporäre geschützten Radfahrstreifen zu schaffen.

Die Kundgebung unter dem Motto „MehrPlatzFürsRad” findet von 9.30 bis 11.30 Uhr statt. Laut Martin haben sich bereits über 20 ADFC-Mitglieder angekündigt. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club hat in und um Neubrandenburg knapp 180 Mitglieder. Der Verein versteht sich als Interessenvertretung von Radfahrern. Mit der bundesweiten Kampagne #MehrPlatzFürsRad will der ADFC in diesem Jahr auf die Platzdebatte im Straßenverkehr aufmerksam machen.

zur Homepage
Unser Sommerhit: Nordkurier digital + gratis Tablet

Kommentare (8)

So ein Fahrrad ist maximal 1 m breit! Wofür braucht man da 2,5 m ? Die Straßenverkehrsordnung sieht vor, dass man nicht nebeneinander her radeln sollte. Wenn man trotzdem den Wunsch danach verspürt, kann man ja gerne in die Natur fahren. In der Stadt gibt es aber ein geringes Platzangebot, daher sollte die Verkehrsplanung zweckdienlich sein.

... fahren unterschiedliche Geschwindigkeiten, also muss man auch mal überholen. Fahrräder fahren auf den meisten Radwegen ganz legal in zwei Richtungen. Also muss man sich begegnen können. Da sind 2,50 m gerade so ausreichend. Kann man wissen, wenn man selbst Fahrrad fährt. Weiß man nicht, wenn man es nicht tut. Hauptsache kommentiert.

aber wenn kein Platz zum Überholen ist, muss man halt langsamer hinterherfahren, bis man überholen kann... warum sollte dieser Grundsatz nicht auch für Fahrradwege gelten. Ich kann ja auch nicht verlangen, das jede Landstraße 2 Fahrspuren in jede Richtung hat, damit ich immer und überall mit dem Auto überholen kann. Ich sehe Radwege als absolut positiv an... aber dann sollten sie auch genutzt werden. Wenn ich aber sehe, das 2 "Radsportler" auch gerne mal nebeneinander auf der Straße fahren, obwohl ein Radweg da ist, der auch als solcher gekennzeichnet ist und in gutem Zustand ist (z. B. zwischen Bargensdorf und Burg Stargard, oder Auch zwischen NB und Fünfeichen), frage ich mich, warum der ADFC das nicht genauso massiv propagiert.

da das Fahrrad in der StVO dem Auto gleichgestelt ist, gilt auch hier das Rechtsfahrgebot. Ich als Fahrradfahrer bin es leid, dass mir ständig welche auf dem Radweg entgegenkommen (in falscher Fahrtrichtung) und dann noch nicht mal Platz machen. Ist ihnen schon mal aufgefallen, dass sie die Verkehrsschilder, die teilweise auch für uns Radfahrer gelten, nicht lesen können wenn sie als "Geisterradfahrer" unterwegs sind? Das Fahrradfahren in beiden Richtungen ist nur auf speziell gekennzeichneten Wegen erlaub. Wenn sie als Geisterradfahrer erwischt werden, dann kostet das mal eben 20Euro Strafe. Als Autofahrer kann ich sagen, wenn ich links abbiegen möchte (der Radfahrer müsste mir also auf dem Radweg entgegen kommen) und der Radfahrer als Geisterfahrer unterwegs ist, ist es schon ziemlich schwer ihn rechtzeitig zu erkennen. Definitiv sollte es mehr Radwege geben, aber Radfahrer haben sich genauso an die StVO zu halten wie alle anderen auch.

schaut euch mal die Richtgeschwindigkeiten in und um Neubrandenburg an - vom zubringenden und rausführendem Straßennetz ganz zu schweigen - Neubrandenburg passend zu seiner Größe, Einwohnerzahl und Region ein angemessenes Straßennetz - hier werden nie Rekorde aufgestellt werden - auch in 100 Jahren nicht

Viele Radfahrer kennen ja noch nicht mal den unterschied zwischen Grau und Rot so das man als Fußgänger ständig angst um leib und leben haben muss . Größere Radwege würden da sicher nichts dran ändern weil man dennoch auf dem Fußgänger bereich fährt.

Es gibt in Neubrandenburg ein Straßennetz, ein Radwegenetz gibt es überhaupt nicht. Hier handelt es sich um einen Flickenteppich, bei dem es nicht verwunderlich ist, wenn Personen über 12 Jahren die Gehwege benutzen, anstatt der Straße. Bei dem erhöhten Aggressionspotenzial der Motorisierten ist das auch nicht verwunderlich. Ich möchte gern den Autofahrer sehen, der sein Auto schieben würde in einer solchen Situation. Aber komischerweise wird das von allen anderen verlangt (ich möchte dabei ausdrücklich betonen, dass ich fahren auf dem Gehweg nicht gutheiße).

An diejenigen, die sich aufregen, das Radfahrer auf dem grauen, statt dem roten Bereich fahren, soll gesagt sein, es gibt auch genau den anderen Fall, Fußgänger auf rotem Bereich. Schuldzuweisungen nützen was den Straßenverkehr anbelangt überhaupt nix - bei allen Verkehrsteilnehmern gibts schwarze Schafe.

Die angesprochenen Radwege, die benutzt werden sollen, zwischen Bargensdorf und Fünfeichen, der ist wie lang? 600 m? Radfahrer werden durch vernachlässigte Politik dazu gezwungen zwischen Straße und Radweg hin und herzuwechseln, das ist gefährlicher, als durchgängig auf der Straße zu fahren (vor allem in umgekehrter Richtung von Burg Stargard aus). Nebeneinander fahrende Radfahrer sind perse erstmal nichts gefährliches, sie werden sogar besser erkannt. Wobei ich aber Recht geben würde, das diese dann Platz machen sollten, gerade bei einer Stärke von 2 bis 6 Fahrern. Bei mehr Radlern würde ich sogar sagen, weiterhin nebeneinander zu fahren, da sich sonst der Überholweg vergrößert.

Zu den Radwegen überhaupt:
Viele sind neu entstanden und wer sich von den Kommentierenden mal die Radwege in unserer Region nicht aus dem Auto ansieht, sondern mit dem Rad erfährt, wird feststellen, dass diese eine Halbwertszeit von wenigen Jahren haben. Kosten zwar ein Haufen Geld, der Untergrund und die Verkehrsführung bis hin zur Ausschilderung und Beleuchtung lassen stark zu wünschen übrig. Auch das ist ein Grund, warum der ADFC (wahrscheinlich) eine andere Form für Radwege, gerade innerorts, fordert. Die Politik, Bauämter bauen die Radwege so, wie sie die schon immer gebaut haben, ohne aber auf die Interessengruppen zu hören. Dafür ist auch diese Demonstration morgen angedacht. Denn Radwege sollen ja aus Sicht der Autofahrer nicht nur von "Radsportlern" sicher befahren werden müssen, sondern auch von unseren Kindern und Senioren, ohne Angst um deren Sicherheit zu haben.

dann sieht man eigentlich alles ... und es sind nicht Kinder und Jugendliche, die Fußgänger bedrängen...
Abgesehen davon, dass Rechtsfahrgebot und angemessenes Verhalten in Spielstraßen auch nicht die Stärke vieler Radler sind. Ich wurde übrigens schon mal als Fußgänger von einer Radfahrerin vom schmalen Gehweg auf die Straße gezwungen!