AB KLEMPENOW

Radweg nach Treptow steht nicht auf der Liste

Das 550 Meter lange Stück Radweg zwischen Klempenow und der Burg ist pünktlich fertig geworden. Doch will das Landesstraßenbauamt Neustrelitz nun nicht südlich der Burg in Richtung Altentreptow weitermachen.
Christina Weinreich Christina Weinreich
Der 550 Meter lange Radweg zwischen Klempenow und der Burg kostete sage und schreibe 865 000 Euro. Das liegt an dem Unte
Der 550 Meter lange Radweg zwischen Klempenow und der Burg kostete sage und schreibe 865 000 Euro. Das liegt an dem Untergrund, auf dem der Weg angelegt wurde. Christina Weinreich
Klempenow.

Der 550 Meter umfassende Radweg entlang der L 35, der den Ort Klempenow und die gleichnamige Burg miteinander verbindet, ist seit wenigen Tagen befahrbar. Und obwohl er nur so kurz ist, brauchten die Bauleute dennoch ein ganzes Jahr, ehe sie das Stück zur Nutzung übergeben konnten. Es wurde zudem ein sehr kostenintensives Vorhaben. Sage und schreibe 865.000 Euro musste das Straßenbauamt dafür zahlen. Im Vergleich dazu: Das 2,3 Kilometer lange Stück von Klempenow bis nach Groß Below wird mit 600.000 Euro in der Planung veranschlagt.

Die großen Preisunterschiede haben ihren Grund in der Beschaffenheit des Bodens. „Das Teilgebiet bei Klempenow hat einen sehr schwierigen Bauuntergrund“, erklärt Andreas Herold, Dezernent im Straßenbauamt, auf eine entsprechende Nordkurier-Nachfrage. Der Radweg liegt an der tiefsten Stelle im Tollensetal und muss deshalb auch Hochwasserlagen standhalten.

Radweg schichtweise aufgebaut

Die gab es in der Vergangenheit nicht nur einmal in dem Bereich des Tollensetals. Deshalb mussten beim Anlegen des Radweges auch immer lange Wartezeiten eingelegt werden: Der wurde schichtweise aufgebaut und den einzelnen Schichten musste auf dem torfigen Untergrund ausreichend Zeit zum Sacken gegeben werden. Die Trasse wurde dennoch pünktlich fertig, und Klempenower bescheinigen nach ersten Radfahrten den Bauleuten gute Arbeit.

Nun geht es aber nicht in Richtung Altentreptow weiter, wie im Dorf einige Bewohner vermuten. „Wir sind jetzt dabei, den Lückenschluss zwischen Klempenow und Groß Below vorzubereiten“, sagt Dezernent Herold.

Die Planungen dafür seien bereits im Gange. Dazu gehört unter anderem der Ankauf von Grundstücken. „Wenn alles klappt, wie wir es uns vorstellen, können wir im kommenden Jahr mit dem Bau des Radweges beginnen. Wir haben es dort mit einem mineralischen Untergrund zu tun, die Arbeiten werden deshalb nicht so kompliziert werden wie bei Klempenow.“ Das Geld für den Radweg stammt wie auch bei Klempenow aus dem Lückenschlussprogramm des Landes.

Keine Radstrecken Richtung Altentreptow

Für Radstrecken in Richtung Altentreptow ist im Augenblick nichts geplant, sagt der Dezernent weiter. Obwohl die nötige Verkehrsbelastung auf der Landesstraße längst erreicht sei. Liegt das Verkehrsaufkommen bei 2500 Fahrzeugen am Tag, seien die Chancen auf das Anlegen eines straßenbegleitenden Radwegs nämlich günstig. Dennoch sei dieser Bereich nicht Bestandteil mittelfristiger Planungen. Das heißt, dass es in den nächsten fünf bis zehn Jahren keinen Radweg geben wird.

Die Zahl der Lkw und Pkw, so Herold, sei keinesfalls das einzige Kriterium, um auf die sogenannte Prioritätenliste des Landes gesetzt zu werden. Bevorzugt würden auch Urlaubsregionen. Und dazu zählt Altentreptow nicht.

StadtLandKlassik - Konzert in Klempenow

zur Homepage