WELTALL

Rätselhafte Lichterkette am Neubrandenburger Sternenhimmel

Hinter dem Phänomen, das nicht nur in Neubrandenburg Aufsehen erregte, steckt ein groß angelegtes Unternehmen. Astronomen beobachten das mit Sorge.
Diese Lichtpunkte hatten Neubrandenburgern Kopfzerbrechen bereitet
Diese Lichtpunkte hatten Neubrandenburgern Kopfzerbrechen bereitet Rüdiger Dec
Neubrandenburg.

Eine Lichterkette am Neubrandenburger Abendhimmel – dieser ungewöhnliche Anblick stellte Neubrandenburger „Sterngucker” dieser Tage vor ein Rätsel. Flugmanöver? Meteoriten? Ein Naturphänomen?

Nichts davon, stellt Uwe Schmaling, Chefredakteur des von der Initiative 2000 plus in Neubrandenburg herausgegebenen Fachmagazins „Raumfahrt Concret”, klar. Die „Licht-Erscheinung”, die auch an vielen anderen Orten in Deutschland für Aufsehen sorgte, könne als eine Reihe frisch gestarteter Starlink-Satelliten des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX identifiziert werden.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Hinter den Lichtern steckt Elon Musk von Tesla

SpaceX – ein ehrgeiziges Projekt von Elon Musk, der zugleich als Kopf des Elektroauto-Imperiums Tesla bekannt ist – will eigenen Angaben zufolge tausende Satelliten in den Orbit schicken, um schnelles Internet aus dem Weltall anbieten zu können. Schon am Freitag sollen weitere 60 künstliche Himmelskörper gestartet werden.

Die Wissenschaft solle dadurch nicht beeinträchtigt werden, versichert das Unternehmen – woran Forscher nicht recht glauben mögen. „Astronomen sind alarmiert”, bestätigt Schmaling die verbreitete Sorge um Weltraumverschmutzung und sieht in diesem Problem sogar „ein neues Betätigungsfeld für Klima-Aktivisten”.

Auch die Russen wollen Internet-Satelliten ins All schicken

Die Kollisionsgefahr jedenfalls werde immer größer angesichts der Vielzahl von Satelliten. Denn konkurrierende Unternehmen und auch russische Investoren hätten bereits ähnliche Pläne wie Musk. „Irgendwann sehen wir keinen Sternenhimmel mehr”, stellt Uwe Schmaling passionierten Himmelsguckern in Aussicht.

Die von West nach Ost ziehenden Lichtpunkte der Starlink-Satelliten indessen können – klaren Himmel vorausgesetzt – vor allem kurz nach Einbruch der Dunkelheit oder morgens vor dem Sonnenaufgang beobachtet werden.

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Kommentare (1)

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