ALARMANLAGE AUSGELÖST

Rätselhafter Einbruch in Regionale Schule

Große Aufregung in Tützpatz: Ein bislang unbekannter Täter hat am vergangenen Freitag in der Regionalen Schule mehrere Schränke durchwühlt und ein heilloses Durcheinander hinterlassen. Einbruchsspuren wurden aber nicht gefunden. Warum?
Laut Polizei kam es in der Region schon häufiger vor, dass sich Einbrecher in das Objekt ihrer Begierde einschließen ließen.
Laut Polizei kam es in der Region schon häufiger vor, dass sich Einbrecher in das Objekt ihrer Begierde einschließen ließen. Sergey - Fotolia.com
Tützpatz ·

Die Verwunderung war groß, als der Hausmeister und die Schulleiterin Marika Affeldt am Montagmorgen die Regionale Schule in Tützpatz betraten. „Die Fenster in der ersten und zweiten Etage standen weit offen“, sagt Schulsekretärin Elke Herde. Doch damit nicht genug. Sowohl im Sekretariat als auch im Direktorat seien alle Schränke durchwühlt und einige Unterlagen auf dem Boden verbreitet worden.

„Wir können zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, wonach der mutmaßliche Täter gesucht hat. Es ist allerdings nichts gestohlen worden“, erklärt Polizeihauptkommissarin Diana Mehlberg auf Nordkurier-Anfrage. Das Merkwürdige daran: Die Beamten konnten in dem Gebäude keinerlei Einbruchsspuren feststellen.

Haben sich die Täter einschließen lassen?

„Wir gehen stark davon aus, dass sich der Täter bereits am Freitag nach Schulschluss hat einschließen lassen“, so Mehlberg. Diese Vermutung liegt nahe, da an dem besagten Freitag gegen 22.45 Uhr die Alarmanlage ausgelöst wurde. „Der Hausmeister ist dann sofort zur Schule geeilt und hat das ganze Objekt durchsucht“, sagt die Schulsekretärin. Doch von dem potenziellen Einbrecher fehlte jede Spur. Die Sicherheitsanlage sei dann wieder scharf geschaltet worden. „Es ist durchaus anzunehmen, dass der Täter beim Verlassen der Büroräume den Alarm ausgelöst hat und dann durch eines der Fenster geflüchtet ist“, so die Polizeihauptkommissarin.

Einbruchsserie sorgte für Verunsicherung

Solche Vorfälle sind laut der Polizei keine Seltenheit. Es kam in der Region schon häufiger vor, dass sich Einbrecher in das Objekt ihrer Begierde einschließen ließen. Wie im Fall des 22-jährigen Mannes, der seit dem 21. August in der Jugendvollzugsanstalt Neubrandenburg sitzt. Die Einbruchsserie in mehreren Kindereinrichtungen sorgte über mehrere Monate für Verunsicherung bei Kindern und Eltern. So hatte sich der Demminer im Juni in der Altentreptower Grundschule am Karlsplatz im Keller bei einem Treppenaufgang unter einer Plane versteckt.

Die Polizei ging davon aus, dass er sich anschließend ungestört in den Räumen der Schule nach Wertsachen umsehen wollte. Nur zwei Monate später ging der 22-Jährige in der Evangelischen Schule Demmin erneut auf Diebestour. Er entwendete zur Pausenzeit Bargeld aus einer Handtasche, die er in einem leeren Klassenraum entdeckte. Bei dem Mann handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen typischen Wiederholungstäter. Aufgrund von Zeugenbeschreibungen konnten die Diebstähle, nachdem sie entdeckt worden waren, dem jungen Demminer zugerechnet werden.

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