SCHRIFTSTELLER

Rafik Schami spricht im Neubrandenburger Güterbahnhof

Der aus Syrien stammende Autor Rafik Schami sprach am Donnerstag im Güterbahnhof – nur wenige 100 Meter weiter trat zur selben Zeit Thilo Sarrazin auf.
Frank Wilhelm Frank Wilhelm
Rafik Schami redete bei seinem Auftritt im Güterbahnhof frei.
Rafik Schami redete bei seinem Auftritt im Güterbahnhof frei. Frank Wilhelm
Neubrandenburg.

Volles Haus im Güterbahnhof. „Ich freue mich, dass Sie HIER sind“, sagte Solveig Weller, die stellevertretende Leiterin der Thalia-Buchhandlung, die die Lesung organisiert hat, zu Beginn der Veranstaltung. Auch dem aus Syrien stammenden Autoren Rafik Schami ist wohl bewusst, wer in wenigen 100 Meter Entfernung liest.

„Danke, dass Sie sich für mich entschieden haben. Das ist nicht selbstverständlich“, sagte er den rund 180 Gästen. Der Name Thilo Sarrazin fiel freilich nicht, aber der Beifall des Publikums zeigte, dass die Zuhörer verstanden.

Rafik Schami las am Donnerstagabend nicht aus seinem aktuellen Band „Ich wollte nur Geschichten erzählen”, sondern sprach frei. So, wie man früher auch erzählt hat. Er scherze dabei über die Islamisten, die Araber und deutsche Lektoren, die seine Manuskripte anfangs ablehnten. Sie hätten die Texte in den höchsten Tönen gelobt, ohne sie gelesen zu haben.

Ein Bier mit Sarazzin schlug Schami aus. "Ich trinke Bier nur mit meinen Freunden" , sagte er dem Nordkurier. Auch zum Thema Flüchtlinge äußerte er sich: "Flüchtlinge sind keine Engel. Wenn sie Engel wären, wären sie in den Himmel gekommen. Flüchtlinge sind auch Menschen", sagte der Autor. 

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Kommentare (7)

Für unsre Stadt ist es gut, dass beide Veranstaltung hier stattfinden. Kulturelle Vielfalt, die in Teilen auch im Kopf weh tut, ist nun mal so in vielfältigen Gesellschaften. Hätte ich heute abend Zeit gehabt, wäre ich aber ins Bücherland gegangen. Nicht ins HKB.

@ Oppermann
"Für unsre Stadt ist es gut, dass beide Veranstaltung hier stattfinden. Kulturelle Vielfalt, die in Teilen auch im Kopf weh tut, ist nun mal so in vielfältigen Gesellschaften."
Das ist mit Abstand der klügste Kommentar, den ich zu dem Thema gelesen habe. Ist ja noch klüger als meine Anmerkungen. Sie sind halt Professor!

zur Gebetszeit werden die Geschäfte geschlossen - Gebetszeit ist wichtiger wie die Arbeitszeit - bei 4x beten am Tag oder im Dienst wer soll die Mieten/ Betriebskosten zahlen -

als nur Arbeit, Arbeit, Arbeit.

Kein Verlust , wenn man diesen Menschen nicht kennt.

Ich sage nur: Meinungsstark und faktenarm. Dann gehen ich eben zu Aldi und nicht mehr zu Netto!

Ich bin Kaufland Kunde bitte! Schecht recherchiert!!!!