In der Nacht zu Donnerstag haben bislang unbekannte Täter am Neubrandenburger Marktplatzcenter ihrer Zerstörungswut freien Lauf gelassen.
In der Nacht zu Donnerstag haben bislang unbekannte Täter am Neubrandenburger Marktplatzcenter ihrer Zerstörungswut freien Lauf gelassen. Nicola D'Aniello
Aus 40 Blumenkübeln des Eiscafé Venezia wurden die Pflanzen herausgerissen.
Aus 40 Blumenkübeln des Eiscafé Venezia wurden die Pflanzen herausgerissen. Pablo Himmelspach
Blumen rausgerissen

Randalierer wüten am Neubrandenburger Marktplatz

Nach einem neuerlichen Fall von Vandalismus bringt der Neubrandenburger Gastronom und Ratsherr Nicola D'Aniello eine Videoüberwachung des Marktplatzes wieder ins Gespräch.
Neubrandenburg

Unbekannte haben vor einem Eiscafé am Neubrandenburger Marktplatz in der Nacht zu Donnerstag aus rund 40 Kübeln die Blumen herausgerissen. Der Besitzer Nicola D'Aniello zeigte sich entsetzt über den neuerlichen Fall von Vandalismus an seinem Gastronomie-Betrieb. „Das ist wirklich scheiße, die Menschen machen doch ihre eigene Stadt kaputt.” Er werde den Schaden aus eigener Tasche ersetzen, kündigte der Gastronom und Stadtvertreter (Bürger für Neubrandenburg) an. Die Versicherung werde für den Schaden nicht aufkommen.

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D'Aniello befürchtet allerdings, dass solche Taten wie in der Vergangenheit immer wieder passieren können. Seiner Beobachtung nach haben Vandalismus-Vergehen in Neubrandenburg zugenommen. Er brachte daher seinen Vorstoß für eine Videoüberwachung des Marktplatzes erneut in Spiel.

Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen wäre möglich

Bislang gibt es keine öffentlichen Flächen in Neubrandenburg, die per Videokamera überwacht werden. Lediglich die Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges) lässt die Freitreppe vor dem Haus der Kultur und Bildung, welches dem kommunalen Unternehmen gehört, mit Kamera observieren.

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Das nach langer und leidenschaftlicher Debatte in der Stadtvertretung Neubrandenburg 2020 verabschiedete Sicherheitskonzept sieht vor, dass in Neubrandenburg eine Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen möglich ist. Allerdings bedarf es bei solch einer Maßnahme der Zustimmung der Stadtvertreter.

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