Polizei
Raser mit Tempo 117 in Neubrandenburg geblitzt

Auftakt "24h-Blitz-Marathon"
Auftakt "24h-Blitz-Marathon"
Marc Tirl

Die Polizei hat in Neubrandenburg mehrere Raser erwischt, die jetzt mit erheblichen Bußgeldern und Fahrverboten rechnen müssen. Dabei hatten sich die Beamten sogar entschlossen, die Toleranzgrenze nach oben zu setzen.

Die Polizei legte die Toleranzgrenze schon recht großzügig fest. Dennoch gingen den Beamten am Wochenende bei einer Kontrolle in der Neuendorfer Straße in Neubrandenburg ein Dutzend Raser ins Netz, wie die Polizei am Montag mitteilte. Ein Fahrer wurde mit 117 Kilometern pro Stunde geblitzt statt der erlaubten 60. Der Fahrzeugführer muss mit einem Bußgeld in Höhe von 280 Euro, zwei Punkten sowie einem zweimonatigem Fahrverbot rechnen.

Aufgrund der massiven Geschwindigkeitsüberschreitungen hatten sich die Beamten des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Altentreptow entschlossen, stadtauswärts in Richtung Wulkenzin nur Fahrzeugführer ab Tempo 84 anzuhalten. Abzüglich der Toleranz bedeute das eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 Kilometern pro Stunde und mache die Einleitung eines Bußgeldverfahrens erforderlich. Insgesamt wurden zwölf Raser innerhalb von drei Stunden rausgewunken. Fünf von ihnen müssen mit einem Fahrverbot rechnen, da sie mehr als 31 Stundenkilometer zu schnell gefahren sind.

Kommentare (2)

280€ und 2 Monate Fahrverbot. Das beeindruckt keinen Raser. Wo bleiben die wirklichen Strafen. Zumal das innerhalb einer Ortschaft war. Da gehört der Führerschein sofort weg und ohne MPU sollten solche auch nicht wiederbekommen. Eine saftige Geldstrafe im vierstelligen Bereich versteht sich von selbst.

... stadtauswärts bis Kreuzung Verdiring (Ortsausgangsschild) sind 60 kmh. Danach 100 kmh bis Neuendorfer Kreuzung Gatscher Damm, ab dort 70 kmh. Ich glaube, die meisten Polizisten fahren außerhalb der Dienstzeit auf dieser unbebauten 60er Strecke selbst mindestens 75 kmh. Deshalb der eingestellte Rauswinkwert ab 84 kmh.