STRAßENBÄUME BEFALLEN

Raupeninvasion sorgt für Angst in Altentreptow

Bei Altentreptow hat eine Leserin ein besonderes Phänomen beobachtet, das sie um ihre Gesundheit fürchten ließ. Die Straßenbäume sind mit unheimlichen dunklen Raupen besetzt.
Bärbel Gudat Bärbel Gudat
Zahlreiche Baumstämme an der Verbindungsstraße von Loickenzin nach Friedrichshof sind dicht besetzt von Raupen. Nicht alle Bäume an der Strecke sind betroffen, der Raupenbefall konzentriert sich vorwiegend auf Bäume in der Nähe von Friedrichshof.
Zahlreiche Baumstämme an der Verbindungsstraße von Loickenzin nach Friedrichshof sind dicht besetzt von Raupen. Nicht alle Bäume an der Strecke sind betroffen, der Raupenbefall konzentriert sich vorwiegend auf Bäume in der Nähe von Friedrichshof.
Altentreptow.

Bei der Suche im Internet stieß die Treptowerin Katrin Birkholz auf Angst machende Informationen zu dem, was sie bei einer Autofahrt beobachtet hatte: Sie machte an der Verbindungsstraße Loickenzin in Friedrichshof (Ortsteil der Stadt Altentreptow) zahlreiche kranke Bäume aus.

Vor allem nahe Friedrichshof finden sich Bäume, voll mit Raupen besetzt. An den Stämmen schimmert es schon von weitem schwarz, geht man dichter, dann sind die Raupen gut zu erkennen. Der Befall hatte sich schon ausgeweitet. An anderen Bäumen finden sich die Raupen in einer Astgabelung. Auch dick besetzt – ein recht ekliger Anblick.

Internet-Recherche führt auf falsche Fährte

Es könnte sich um den Eichprozessionsspinner handeln, so die Recherche der Teptowerin im Internet. Dessen Härchen können für den Menschen gefährlich werden, fand sie da heraus. Es gab außerdem Nachrichten, das angeblich Schulklassen evakuiert werden mussten, um nicht durch die herumfliegenden Härchen krank zu werden.

Für Katrin Birkholz war bei diesen Aussagen klar, es muss etwas passieren, damit nicht auch in der Region Kinder erkranken. In so einer Sache müsse doch schnell etwas unternommen werden, so die Treptowerin bei ihrem Hinweis an den Nordkurier. Kay Gloyna vom Landesgesundheitsamt in Rostock ist ausgewiesener Experte für solche Gesundheitsgefahren.

Keine Eichen sondern Eschen

Nach der Ansicht des Fotos von Katrin Birkholz gibt der Fachmann Entwarnung: Da es sich auf dem Foto eindeutig nicht um Eichen bei den Bäumen handelt, sondern um Eschen, gehe es sicher nicht um den „EPS“ wie besagter Eichenprozessionsspinner bei ihm im Amt abgekürzt wird. Aber selbst wenn er es wäre, sei das Auftreten nicht lebensbedrohlich.

Kay Gloyna versichert, er kenne keinen einzigen Fall aus seiner Praxis, der eine Evakuierung rechtfertige. Einmal gab es jedoch im Land einen Fall, als eins der „Gespinste“ des EPS in einen Kinderwagen fiel. Auch während des Elbe-Hochwassers habe es Fälle gegeben, die zu allergischen Reaktionen führten. Helfer hätten sich mit freien Oberkörper unter Eichen gelegt. Die feinen Härchen hatten zu Reizungen geführt.

Eher der Ringelspinner verantwortlich

Ansonsten können die Brennhaare sicherlich Allergien auslösen, aber Evakuierungen seien auf keinen Fall notwendig. Es gebe bei einigen empfindlichen Menschen Rötungen, die lange anhalten. Er wolle das ganze auch nicht herunterspielen, sagt Kay Gloyna. Er glaube aber, dass eher der Ringelspinner, ein Nachtfalter, für die Raupeninvasion an den Bäumen an der Verbindungsstraße verantwortlich ist.

Dessen Raupen werden bis zu sechs Zentimeter lang. Sie haben eine dunkle Grundfärbung neben einer hellen Rückenlinie und daneben orange, dunkle und gelbe Längsstreifen. Sie treten von Mai bis Juni auf, ehe sich die gelblichen Falter daraus entwickelt haben.

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