NEONAZI-SZENE

Rechtsextreme marschieren um den Tollensesee

Am Samstag fand der alljährliche Marsch der regionalen Neonazi-Szene um den Neubrandenburger Tollensesee statt. Offenbar haben die Rechtsextremen aus MV derzeit Besuch.
Carsten Korfmacher Carsten Korfmacher
Der Tollensemarsch soll dem Zusammengehörigkeitsgefühl und der körperlichen Ertüchtigung der Mitglieder der rechten Szene dienen. (Archivbild)
Der Tollensemarsch soll dem Zusammengehörigkeitsgefühl und der körperlichen Ertüchtigung der Mitglieder der rechten Szene dienen. (Archivbild)
Neubrandenburg.

Am Samstag sind rund 30 bis 40 Personen aus dem rechtsextremen Spektrum um den Neubrandenburger Tollensesee marschiert. Der Marsch wird von der mecklenburgischen Neonazi-Szene um den stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden David Petereit organisiert und findet seit 2004 in Neubrandenburg statt. Entsprechende Informationen des Nordkurier bestätigte am Samstag die Polizei Neubrandenburg.

Augenzeugen berichteten, dass es sich bei den Teilnehmern nicht nur um Neonazis aus Mecklenburg-Vorpommern handelte. Einige Personen trugen Baseballmützen und eine Fahne der rechtsextremen Kleinstpartei „Der Dritte Weg” und sprachen mit einem süddeutschen Akzent. Es gibt derzeit keinen Ableger des Dritten Weges in Mecklenburg-Vorpommern. Der nächste sogenannte „Stützpunkt” der Partei liegt in der Uckermark und wird vom Templiner Neonazi Matthias Fischer geleitet. Der Hauptsitz der Partei befindet sich in Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz.

Immer weniger Neonazis nehmen teil

Der rund 35 Kilometer lange Marsch hat morgens in der Nähe des Augustabades begonnen und endete dort für die meisten Teilnehmer gegen 15 Uhr. Es nahmen in erster Linie junge Männer teil, doch es wurde auch einige Frauen und Kinder gesichtet. Am Ende des Marsches wurden die Teilnehmer aus einem weissen VW-Kleinbus heraus mit Bier, Softdrinks und Snacks verpflegt. Die Polizei war den Tag über mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz.

Der Tollensesee-Marsch soll dem Zusammengehörigkeitsgefühl und der körperlichen Ertüchtigung der Mitglieder der rechten Szene dienen. In den Anfangsjahren nahmen häufig noch mehr als 100 Personen teil, in den vergangenen Jahren nahm die Zahl der Teilnehmer kontinuierlich ab.

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Kommentare (2)

35 km sind das Mindeste. Der deutsche Soldat ist täglich 50 km marschiert! Zuerst, als es noch vorwärts ging. Blitzkrieg nannte man das.

Ja, damals, als sich Opa in der Unterbuxe vor Stalingrad am Eisblock wärmte, das waren noch Teufelskerle. Oder als der deutsche Soldat Leningrad einschloss, um Zehntausende Zivilisten zu Tode zu hungern. Oder als der deutsche Soldat Hunderttausende Kriegsgefangene ermordete. Oder als der deutsche Soldat in Griechenland, Italien, Frankreich, den Niederlanden Massaker an der Zivilbevölkerung verübte. Ja, das waren noch Teufelskerle. Oder besser Teufel in Menschengestalt. Dagegen sind die Tollensesee-Marschierer doch fußlahme Waschlappen: 35km, ohne Marschgepäck und -Verpflegung. Menno, das wird schon wieder nichts mit Volk ohne Raum!!1!elf!