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Erste Bilanz gezogen

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Regionalmuseum eher Kleinod als Magnet

Schlange stehen bei der Eröffnung. Das gab es dann nur noch einmal beim Tag der offenen Tür. 
Schlange stehen bei der Eröffnung. Das gab es dann nur noch einmal beim Tag der offenen Tür. 
Anke Brauns

Vor etwas mehr als einem Jahr hat das Regionalmuseum im Franziskanerkloster geöffnet. Wie viele Besucher sind seitdem gekommen? Und wo gibt es noch Potentiale, die bisher nicht ausgeschöpft wurden?

Im ersten Jahr haben 6000 Leute das neue Neubrandenburger Regionalmuseum im Franziskanerkloster besucht. Zum Vergleich: in die damaligen Räume in der Vierrademühle kamen 1500 Besucher jährlich. „Wir sollten zufrieden sein. Das heißt aber nicht, dass es nicht noch mehr sein könnten“, sagt Sabine Kunert, in der Stadt verantwortlich für den Bereich Kultur.

An sechs Tagen in der Woche hat das Kloster geöffnet. Zieht man den Besucherandrang zum Tag der offenen Tür ab und verteilt die Besucherzahl dann auf etwa 300 geöffnete Tage, ist die Anzahl doch eher ernüchternd. Fünf Prozent der Einwohnerzahl sollte ein Museum mindestens als Besucherzahl jährlich erreichen, gibt Sabine Kunert als untere kritische Grenze aus. Mit 6000 schafft der Standort Franziskaner-
kloster 10 Prozent.

Was laut Museumsleiter Rolf Voß fehlt, sind Touristengruppen. Zwar werden in großen Reisebussen regelmäßig Touristen in die Viertorestadt gekarrt. Die übernachten aber meist nur hier und unternehmen so genannte Sterntouren zum Ozeaneum nach Stralsund oder an die Müritz. Für die Kultureinrichtungen hier vor Ort nehmen sich die wenigsten Zeit. „Wir wollen bei gut besuchten Veranstaltungen in der Stadt jetzt verstärkt auf das Kloster hinweisen“, sagt Sabine Kunert von der Stadtverwaltung.

Weiter ausbauen will Voß auch die Veranstaltungen im Museum. So wird am Freitag um 19 Uhr der Liedermacher Stephan Krawczyk ein Konzert geben, das im Rahmen der Wechselausstellung „Herbst 1989“ stattfindet.

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