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Reisefreudige Brasilianerin am Neubrandenburger Bahnhof geschnappt

Auf dem Neubrandenburger Bahnhof ist eine junge Brasilianerin "erwischt" worden.
Auf dem Neubrandenburger Bahnhof ist eine junge Brasilianerin „erwischt” worden.

Zufallstreffer in der Bahnhofshalle: Jetzt ist die reisefreudige Südamerikanerin ihren Pass los.

So etwas hatten die Bundespolizisten in Neubrandenburg auch noch nicht erlebt. Bei der Kontrolle einer 26-jährigen Brasilianerin in der Bahnhofshalle mussten die verdutzten Beamten feststellen, dass der Reisepass der jungen Frau schon seit 2014 zur Sicherstellung in Spanien ausgeschrieben war.

Bei der genauen Prüfung des Passes bemerkten die Bundespolizisten zudem das Fehlen eines Aufenthaltstitels für Deutschland und dass sich die Dame bereits rund 1000  Tage unerlaubt in Spanien und Deutschland aufhält. Angeblich versuchte die Frau einen Aufenthaltstitel für Spanien zu beantragen, jedoch kam stets etwas dazwischen.

Dass sie auch einen Aufenthaltstitel für Deutschland benötigt, habe sie nach eigenen Angaben nicht gewusst, so die Polizei. Unwissenheit schützt nicht vor Strafe – denn nun muss sich die Dame wegen unerlaubten Aufenthalts ohne Pass und Aufenthaltstitel verantworten.

Wie der Nordkurier auf Nachfrage bei der Bundespolizei erfuhr, regelt alles Weitere die Ausländerbehörde des Landkreises. Ihren Pass ist die junge Frau jedenfalls erst mal
los, jetzt muss sie einen neuen in der brasilianischen Botschaft in Berlin beantragen.