POLIZEI WARNT

Reisende Einbrecher auf der Suche nach Beute

Eine miese Masche: Diebe klopfen an Türen, probieren so, ob jemand zu Hause ist, und brechen dann ein. Die Polizei warnt und bittet um Hinweise.
„Hallo, jemand zu Hause?” Gerade in dünn besiedelten Gegenden versuchen es Diebe regelmäßig mit der ganz einfachen Masche.
„Hallo, jemand zu Hause?” Gerade in dünn besiedelten Gegenden versuchen es Diebe regelmäßig mit der ganz einfachen Masche. Nicolas Armer
Altentreptow.

Sie reisen von Ort zu Ort, um zu stehlen. Diese Langfinger klopfen meist in kleinen Dörfern oder Städten an Türen und hoffen, dass niemand daheim ist. Dann brechen sie ein. Am helllichten Tag. Die Polizei nennt sie „reisende Täter“.

Gerade gab es einen solchen Einbruchsversuch in Kölln, ein paar Kilometer nördlich von Neubrandenburg. Eine 81-Jährige bemerkte zwei Frauen, die bei ihr klopften und wohl auch schon versucht hatten, ihre Tür aufzubrechen. Als die Köllnerin die beiden ansprach, taten die so, als würden sie nach einer zu vermietenden Wohnung suchen.

Das sei die Masche, bestätigt Diana Mehlberg, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Neubrandenburg. Wenn jemand fragt, suchen die mutmaßlichen Diebe angeblich jemanden oder eine Wohnung oder wollen wissen, ob man Möbel oder ähnliches kaufen kann.

Zusammenhang von Fällen wird geprüft

In Roggenhagen bei Friedland bestahlen Diebe Ende Januar um die Mittagszeit eine alte Dame. Sie war zu Hause, hatte sich zu einem Mittagsschläfchen zurückgezogen, jedoch ihr Hörgerät ausgeschaltet. Die Türen hatte sie nicht abgeschlossen.

Gesehen wurden in Kölln und wohl auch in Wodarg eine stabil gebaute Frau, die eine Schirmmütze trug. Die andere Unbekannte war eher schlank. Meist gehöre noch ein Mann als Fahrer zum Diebestrio, der etwas abseits im Auto auf die Komplizinnen warte, erläutert die Pressesprecherin.

Vor zwei Jahren erwischte die Polizei in Prenzlau zwei „reisende“ Diebinnen bei einem Einbruch am Tage. Es waren zwei Polinnen. „Sie wurden erkennungsdienstlich behandelt“, berichtet Diana Mehlberg. Im vergangenen Jahr wurde nach einem Einbruch in Neustrelitz festgestellt, dass eine der beiden Täterinnen dort aktiv war.

Ob die vorhandenen Spuren im Falle von Roggenhagen und Kölln zeigen, dass diese Täterinnen wieder unterwegs waren, sei noch nicht belegt. Aber man werde versuchen, der 81-Jährigen Fotos vorzulegen. Dabei werden ihr insgesamt sechs oder acht ähnliche Bilder gezeigt, um festzustellen, ob die Aufnahmen der mutmaßlichen Täterinnen darunter sind.

Mutmaßliche Diebe auch ansprechen

Diana Mehlberg rät, solche Erlebnisse wie die in Kölln oder Roggenhagen der Polizei mitzuteilen, auch wenn nichts gestohlen wurde. Wer in seinem Dorf oder in seiner Straße Unbekannte beobachtet, sollte sie ansprechen: Kann ich ihnen helfen oder wen suchen Sie? Das seien unverfängliche Fragen. Wer nichts zu verbergen habe, der wird antworten. Mutmaßliche Diebe aber werden, nachdem sie aufgefallen und angesprochen wurden, schnell das Weite suchen.

Die Polizei rät weiterhin auf bestimmte Dinge zu achten, um nicht Opfer von Einbrüchen zu werden. Grundsätzlich sollten die Fenster nicht gekippt und die Haustüren verschlossen sein. Sicherlich sei es in den Dörfern auch heute noch manchmal so, dass man die Tür einfach hinter sich zuzieht, weil man dem Nachbarn vertraut. „Man sollte es den Dieben aber so schwer wie möglich machen“, sagte die Pressesprecherin.

Sachdienliche Hinweise zu den Fällen nimmt die Polizei in Altentreptow unter 03961 2587224 oder unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

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