ANTRAG DER WÄHLERGEMEINSCHAFT ALTENTREPTOW

Rentenversicherung für Treptows Feuerwehr?

Die Wählergemeinschaft/SPD will den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mehr Anerkennung entgegenbringen. Und hat deshalb einen Antrag eingereicht.
Kommt sie oder kommt sie nicht, eine Rentenversicherung für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Altentreptow? Am 31.
Kommt sie oder kommt sie nicht, eine Rentenversicherung für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Altentreptow? Am 31. Oktober ist man schlauer, dann soll die Verwaltung einen gemeinsam erarbeiteten Vorschlag unterbreiten. NK-Archiv
Altentreptow.

Die Ideen, wie die Arbeit der Brandschützer finanziell wertgeschätzt werden kann, sind vielfältig. Sie reichen vom sogenannten Stiefelgeld über Gelder für Ausbildungen bis hin zur Feuerwehrrente. Für Altentreptows Stadtvertreter Mirko Renger und seine Fraktion, die Wählergemeinschaft/SPD, ist insbesondere Letzteres ein interessanter Punkt, der durchaus diskutiert werden sollte. Deshalb haben sie ihn in einen Antrag gepackt und eingereicht. In der Hoffnung, die anderen Stadtvertreter für diese Idee gewinnen zu können.

Eine Idee, die nach den Worten von Renger ja nicht neu ist. Röbel habe es bereits vorgemacht. Dort hieß es in einer Beschlussvorlage aus dem Februar diesen Jahres, dass jeder aktive Kamerad als pauschale Auslage die Möglichkeit erhalten solle, eine Rentenversicherung bei einer Versicherung abzuschließen. Die Stadt zahle für die Zeit der aktiven Mitgliedschaft die monatlichen Beiträge. Pro Kamerad würden das jeweils 25 Euro sein. Ein guter Ansatz, um dieses besondere Ehrenamt zu würdigen, meinte das Röbeler Stadtparlament und stimmte dafür.

Feuerwehr erfüllt städtische Pflichtaufgabe

Das findet auch die Wählergemeinschaft/SPD. Sie hat die Vorlage aus Röbel deshalb aufgegriffen und auf Treptow zugeschnitten. „In der Röbeler Ausgabe des Nordkurier habe ich davon gelesen und mich gefragt, warum wir das nicht auch für unsere Kameraden in Altentreptow so machen“, so der Fraktionschef der Wählergemeinschaft. Die Feuerwehr erfülle ja auch hier eine ehrenvolle und wichtige Aufgabe, eine städtische Pflichtaufgabe, wie Renger am Dienstag auf Nachfrage noch einmal betont. Ob Brände, Sturmschäden oder Verkehrsunfälle – die Freiwillige Feuerwehr Altentreptow werde zu den unterschiedlichsten Einsätzen gerufen. Bestes Beispiel vergangenes Wochenende. Und um die Einsatzbereitschaft der Kameraden zu würdigen, haben sich Renger und seine Parteikollegen nun für die Idee einer Rentenversicherung für Altentreptows Feuerwehrleute stark gemacht.

Doch nicht jeder Stadtvertreter ist davon gleichermaßen überzeugt. Gleich eine ganze Liste an Bedenken führte Henning Schramm von der CDU-Fraktion auf der jüngsten Parlamentssitzung ins Feld. Unter anderem, dass dadurch die Feuerwehr über die anderen Vereine gestellt wird. Für Renger ein Argument, welches nicht überzeugt: „Feuerwehr kann man nicht mit anderen Vereinen vergleichen, denn sie übernimmt Pflichtaufgaben“. Auch würden viele Bürger denken, dass die Kameraden Geld bekommen. Dem sei aber nicht so, mit Ausnahme der Wehrführung und einiger Funktionäre. „Als Finanzer im Feuerwehrverein müsste Schramm das eigentlich wissen“, meint Renger.

Antrag offener formuliert und dafür gestimmt

Letztendlich haben sich die Stadtvertreter mehrheitlich so geeinigt, den Antrag der Wählergemeinschaft etwas offener zu formulieren und dann dafür zu votieren. Jetzt heißt es, „die Verwaltung wird beauftragt, mit der Wehrführung, den Ausschüssen und der Stadtvertretung bis zum 31.10. einen Vorschlag zur Würdigung des Ehrenamtes der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Altentreptow zu unterbreiten. Die Wählergemeinschaft könne damit erst mal gut leben, wie Renger sagt. Ähnlich sehen es auch Treptows Wehrführer und seine Kameraden, die sich allerdings etwas übergangen fühlen. „Mit uns hat im Vorfeld keiner darüber gesprochen“, berichtet Sven Nehls. Sie können sich durchaus auch andere Ideen vorstellen, etwa einen kleinen finanziellen Obolus seitens der Stadt bei Auszeichnungen. Für die Stadt ist entscheidend, was denn die Kameraden am Ende wollen. „Darüber zu befinden, das haben wir aber nicht“, so Claudia Ellgoth, 1. Stadträtin.

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