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Retter gehören zu den Top-Helfern

Die Rettungsassisstenten Martin Semmler (l.) und Udo Roß proben den Ernstfall: Ein Mensch braucht dringende Hilfe uns muss wieder belebt werden. Rund 50 Mal im Jahr müssen in Neubrandenburg und der näheren Umgebung Menschen reanimiert werden. 
Die Rettungsassisstenten Martin Semmler (l.) und Udo Roß proben den Ernstfall: Ein Mensch braucht dringende Hilfe uns muss wieder belebt werden. Rund 50 Mal im Jahr müssen in Neubrandenburg und der näheren Umgebung Menschen reanimiert werden. 
Paulina Jasmer

Wenn ein Mensch wiederbelebt wird, dann zählt jede Sekunde. Die Neubrandenburger Rettungskräfte leisten hierin ganze Arbeit. Das wird auch statistisch bescheinigt.

Auf das Szenario einer Reanimation treffen Neubrandenburgs Rettungskräfte etwa 50 Mal im Jahr. Das heißt, fast jede Woche muss ein Mensch aus der Stadt und der näheren Umgebung wiederbelebt werden. Laut der bundesweiten Statistik liegen dabei die Helfer aus der Viertorestadt unter den Top 10 in ganz Deutschland. Im Dezember rangierten sie sogar auf Rang eins.

Diese Statistik geht nach Angaben von Notarzt Christian Lauchner dabei von der Zahl der Patienten aus, die erfolgreich reanimiert ins Krankenhaus kommen. Die durchschnittliche Quote liegt anhand der Statistik bei etwa 30 Prozent. In Neubrandenburg sind es etwa 50 Prozent. Rund 140 Rettungswachen und Landkreise pflegen ihre Daten in die Statistik ein.

Hierzu gehört auch die Rettungswache Neubrandenburg, die zur Berufsfeuerwehr gehört ist. Seit einiger Zeit führt Notarzt Christian Lauchner diese Statistik. „Wir wollten sehen, wo wir stehen“, so der Arzt. Dabei gehe es nicht darum, Lorbeeren zu ernten, sondern um die Überprüfung, ob die Weiterbildung und das Training der Rettungskräfte effektiv greifen.

Wobei man bei dieser Statistik einschränken muss, dass sie nichts darüber aussagt, wie viele Patienten das Krankenhaus dann auch lebend verlassen. Das hängt von Therapie und Gesamtzustand des Patienten ab. Außerdem könne man laut Christian Lauchner bei einer doch geringen Anzahl von Reanimationsfällen im Jahr davon ausgehen, dass sich eine nicht erfolgreiche Wiederbelebung sofort auf den Prozentsatz auswirke. Aber die Statistik biete Anhaltspunkte, wie der Rettungsdienst optimiert werden könnte.