Vor dem Amtsgericht in Neubrandenburg musste sich am Mittwoch ein Schwarzangler verantworten.
Vor dem Amtsgericht in Neubrandenburg musste sich am Mittwoch ein Schwarzangler verantworten. Bernd Wüstneck
Kein Kavaliersdelikt

Richter bestraft Schwarzangler

Weil sich ein leidenschaftlicher, aber unbelehrbarer Petrijünger von einem Fischereiaufseher erwischen ließ, sprach jetzt das Gericht ein Machtwort.
Neubrandenburg

Kurz und knackig: Nach einer nur 15 Minuten dauernden Gerichtsverhandlung hat ein Richter am Neubrandenburger Amtsgericht sein Urteil gefällt: Ein 36-Jähriger, angeklagt wegen Fischwilderei, muss 800 Euro in die Staatskasse zahlen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Neubrandenburger im November des vergangenen Jahres in einem klitzekleinen See in unmittelbarer Nachbarschaft der Vier-Tore-Stadt ohne Angelerlaubnis geangelt hat. Der Angeklagte besaß zwar einen Fischereischein, also das Dokument, überhaupt angeln zu dürfen.

Fische hat er keine gefangen

Jedoch konnte er dem Fischereiaufseher, der ihn auf frischer Tat ertappte, keine Erlaubnis vorweisen, auch in diesem See fischen zu dürfen. Der Mann, vor zwei Jahren wegen des gleichen Delikts zu 300 Euro Geldstrafe verurteilt, zeigte sich geständig und gab alles zu.

Er sei eben zu blauäugig gewesen, sagt der Schwarzangler, der an jenem Tag gleich doppeltes Pech sein eigen nennen musste. Nicht nur, dass er ohne Angelerlaubnis erwischt wurde – während des illegalen Angelausflugs hatte auch kein einziger Fisch bei ihm angebissen.

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