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Riesen-Durcheinander bei Radwegen

Rote Einfärbung mit Radsymbol wird hier verwendet, weil es eine besondere Gefahrenstelle ist.
Rote Einfärbung mit Radsymbol wird hier verwendet, weil es eine besondere Gefahrenstelle ist.
Ingmar Nehls

Wenn Radfahrer und Fußgänger Straßen überqueren, geht es drunter und drüber. Liegt es an der Ignoranz? Eine kleine Bestandsaufnahme in Neubrandenburg.

Kurt Rekow muss oft den Kopf schütteln, wenn er mit aufmerksamen Augen durch Neubrandenburg geht. Als Vorstandsmitglied des Auto Club Europa (ACE) wirbt er für gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr und für das Einhalten von Verkehrsregeln.

Er hat beobachtet, dass es ein großes Durcheinander gibt, wenn Fußgänger und Radfahrer in Neubrandenburg die Straßen überqueren. Besonders gut sei das beispielsweise an der Ampel vom  Rathaus zur Turmstraße zu sehen. Und tatsächlich, bei einer Besichtigung vor Ort kann man schnell sehen, dass weder Radfahrer noch Fußgänger genau wissen, wo sie langgehen sollen. So lange die Radfahrer schieben, ist dies noch ungefährlich. Anders schaut es aber aus, wenn ein Radfahrer auf den letzten Drücker noch über den Ring flitzen will. Kurt Rekow wünscht sich darum, eine klare Markierung, farblich oder mit Symbolen.

Keine roten Markierungen am Ring erlaubt

Das ist auf dem Friedrich-Engels-Ring aber nicht möglich, weil es sich um eine Vorfahrtsstraße handelt, wie Lutz Burmeister von der Verkehrsbehörde aufklärt. Auf so einer Straße sind rote Einfärbungen quer über die Fahrbahn unzulässig, weil sie die Autofahrer irritieren könnten. Rote Einfärbungen gibt es aber meist an Radwegen, die parallel zu Straßen verlaufen und wo es bei abbiegenden Autos eine besondere Gefahrensituation gibt. Genau hinsehen und Mitdenken, sei angesagt, meint Burmeister. Denn normalerweise würden die Fahrradwege an den Übergängen den Radfahrer zum Bereich lenken, der für ihn bestimmt ist.

An dem besagten Übergang vor dem Rathaus gibt es weiße Markierungen, die einen Fußgängerbereich und einen Radfahrerbereich ausweisen. Wie breit die Palette an Möglichkeiten ist, zeigt die neu gestaltete Kreuzung an der Wollweberstraße. Dort gibt es rote Einfärbungen, Radsymbole und Strichellinien. Geregelt ist also eigentlich alles, wenn man die Zeichen zu deuten weiß.

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