Pferdemarkt-Kreuzung

Ring-Baustelle in Neubrandenburg wird entschärft

Mit Beginn der nächsten Bauphase soll für die Autofahrer in Neubrandenburg zumindest eine große Erleichterung eintreten. In eine Richtung bleibt es hingegen beschwerlich. Und ein Problem gibt es noch.
Eine Baustelle als Stillleben: Am Wochenende tat sich am Pferdemarkt nichts. Aber die Ring-Innenspur soll ab Dienstag wieder n
Eine Baustelle als Stillleben: Am Wochenende tat sich am Pferdemarkt nichts. Aber die Ring-Innenspur soll ab Dienstag wieder nutzbar sein, heißt es. Tim Prahle
In Richtung Demminer Straße sollen wieder zwei Spuren nutzbar sein, aber das Abbiegen Richtung Oststadt wird weiterhin n
In Richtung Demminer Straße sollen wieder zwei Spuren nutzbar sein, aber das Abbiegen Richtung Oststadt wird weiterhin nicht möglich sein. Tim Prahle
So bleibt der Stau wohl ein Begleiter der Autofahrer in Neubrandenburg.
So bleibt der Stau wohl ein Begleiter der Autofahrer in Neubrandenburg. Tim Prahle
Neubrandenburg

Die gute Nachricht vorneweg: Bereits ab Dienstag wird die Ring-Innenspur beim Pferdemarkt wieder offen sein. Die aktuelle Bauphase der großen Kreuzung am Friedrich-Engels-Ring, deren Abschluss grob für die 42. Kalenderwoche geplant war, solle bereits am Montag fertiggestellt werden, teilte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr auf Nordkurier-Anfrage mit.

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Die Freigabe der Innenspur dürfte vor allem im Vogel- und im Reitbahnviertel zu spüren sein. Dort verstopfen die Fahrzeuge gerade im Berufsverkehr die gerne genutzten Schleichwege, um vom Norden in den Westen der Stadt und andersherum zu gelangen. Zudem soll auch die Demminer Straße wieder zweispurig geöffnet sein.

Jetzt geht Arbeit an Abbiegespuren los

Eine Erleichterung in Richtung Oststadt ist aber noch längst nicht abzusehen. Denn beide Abbiegespuren zur Woldegker Straße vom Ring aus bleiben gesperrt. Beide Spuren würden grundhaft erneuert, zudem wollen die Neubrandenburger Stadtwerke in den Untergrund, geht aus einer Antwort des Landesamtes weiter hervor.

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Der Verkehr werde weiter wie bisher über die Ortsumgehung und die Johannes-straße umgeleitet, hieß es. Da längst nicht alle den Umleitungsschildern folgen, dürfte demnach weiter vor allem das Katharinenviertel vom Stau betroffen sein. Da dort derzeit auch die Stadt an der Ziegelbergstraße werkelt, rollt der Verkehr hier besonders schleppend.

„Sperrung dient dem Verkehrsfluss”

Das war schon bei der aktuellen Bauphase zu erkennen, das Straßenbauamt hatte auch hier beide Abbiegespuren zur Woldegker Straße gesperrt. Eine Maßnahme, die zuweilen auf Unverständnis stieß. „Da wird eine Spur gesperrt, obwohl nichts passiert“, ärgerte sich etwa Nordkurier-Leser Heinz Böllmann.

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Doch nach Angaben aus Rostock diente die bisherige Sperrung nicht direkt den Bauarbeiten, sondern dem Verkehrsfluss. Aktuell stehe nur eine Fahrspur auf dem Friedrich-Engels-Ring aus Richtung Rathaus kommend zur Verfügung. Diese hätten sich die Autofahrer, die in die Demminer oder die Woldgker Straße wollen, teilen müssen. Und wegen der Fußgängerampel wären Abbieger nicht immer weitergekommen und hätten damit die Spur für die Geradeausfahrer blockiert. „Da man Fußgänger und Radfahrer nicht weitläufig umleiten wollte, hat man die Abbiegespur in die Woldegker Straße für Kfz gesperrt“, erläutern die Verantwortlichen vom Landesamt.

Arbeiten verzögern sich um etwa drei Wochen

Weniger explizit äußern sich die Behörden zur Begründung für aktuelle Verzögerungen, die sie auf Anfrage einräumen. Statt Ende November sollen die Arbeiten am Pferdemarkt nun voraussichtlich erst Mitte Dezember abgeschlossen. „Aufgrund der Komplexität und der Zusammenhänge bei dieser Baumaßnahme können bereits kleine Verzögerungen den Gesamtablauf beeinflussen“, heißt es dazu. Nicht planbare Unwägbarkeiten während der Erdarbeiten für die Rohrverlegung werden dabei als Beispiel, aber nicht direkt als Begründung genannt.

Hoffnung auf eine Beschleunigung der Arbeiten gibt es zudem nicht. Vertragsstrafen für die bauenden Unternehmen würden grundsätzlich nicht vereinbart, auch Nachtarbeit sei nicht vorgesehen, so die Landesbehörde.

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