VORFALL IN NEUBRANDENBURG

Mann am Bandido-Vereinsheim mit Machete verletzt

Nach einer Auseinandersetzung am Bandido-Vereinsheim in Neubrandenburg sitzt ein Mann in Untersuchungshaft. Sein Opfer musste notoperiert werden.
Uwe Reißenweber Uwe Reißenweber
Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat Haftbefehl gegen ein Mitglied der Rockergruppe Bandidos wegen versuchten Totschlags erlassen.
Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat Haftbefehl gegen ein Mitglied der Rockergruppe Bandidos wegen versuchten Totschlags erlassen. Marius Becker
Schwerin.

Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat Haftbefehl gegen einen Mann aus dem Umfeld der Rockergruppe Bandidos wegen versuchten Totschlags erlassen. Entsprechende Informationen des Nordkuriers bestätigte am Montagvormittag das Polizeipräsidium Neubrandenburg. Der 38-Jährige soll bei einer Auseinandersetzung auf dem Vereinsheim in der Warliner Straße einen anderen Mann mit einer Machete schwer verletzt haben. Der Tatverdächtige sitzt jetzt in Bützow in Untersuchungshaft.

Der Vorfall ereignete sich schon am 23. September. Die Polizei war damit laut eigenen Angaben bislang aus ermittlungstaktischen Gründen nicht an die Öffentlichkeit gegangen. Das 40-jährige Opfer erlitt eine blutende Verletzung am Kopf und musste im Klinikum notoperiert werden. Der Tatverdächtige wurde an der Hand verletzt. Beide äußerten sich bislang nicht zum Verlauf. Die Polizei geht von einem Streit aus. Zu den möglichen Motiven wird noch ermittelt. Die Beamten waren von der Rettungsleitstelle über die Verletzten informiert worden. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde sichergestellt.

Bandidos bestreiten Mitgliedschaft von Täter und Opfer

Die Bandidos bestritten indes, dass der Verdächtige und sein Opfer dem Rockerclub angehören. „Es handelt sich um Gäste einer Feier zum 50. Geburtstag. Dafür hat ein Bekannter von uns die Räumlichkeiten gemietet“, sagte Andreas Heinz, der sich unmittelbar nach der Erstberichterstattung telefonisch beim Nordkurier gemeldet und sich selbst als Vorstandsmitglied bezeichnet hatte. Zu seinen Aufgaben im Vorstand wollte der Anrufer nichts sagen. 

Er bestritt zudem, dass sich die Tat im Vereinsgebäude abgespielt habe. Vielmehr sei ein Parkplatz in der Nähe Schauplatz gewesen. Er selbst habe mit seiner Frau, die Krankenschwester sei, und einer weiteren Frau erste Hilfe geleistet, nachdem er den Verletzten beim Blick aus dem Fenster entdeckt habe. Von einer Machete habe er nichts gesehen. Anwesend seien vielleicht noch "zwei oder drei" Gäste der Feier gewesen. Den eigentlichen Tathergang könne er auch nicht beschreiben, sagte der Bandido.

Angaben zu der Anzahl der Mitglieder des Neubrandenburger Rockerclubs wollte er ebenfalls nicht machen. Mitgliedsausweise gäbe es nicht. „Wer Mitglied werden will, stellt einen Antrag und dann entscheidet der Verein darüber.“ So ist allerdings auch nicht überprüfbar, wer nun Mitglied ist oder nicht.

Dieser Artikel wurde am Montag, 15. Oktober, mehrfach aktualisiert.

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