KATZEN-KILLER

Rottweiler treiben ihr Unwesen in Neubrandenburg

Schon mehrfach sorgten zwei angriffslustige Rottweiler in Neubrandenburg für Aufsehen. Erst vor Kurzem sollen die Hunde zwei Katzen zerfleischt haben. Doch obwohl für die Tiere bereits Maulkorb- und Leinenpflicht angeordnet wurde, scheint sich ihre Halterin nicht darum zu scheren.
Tobias Holtz Tobias Holtz
Zwar herrscht für Rottweiler Maulkorb- und Leinenzwang. Zwei dieser Hunde treiben laut einer Zeugin aber dennoch ihr Unwesen in Neubrandenburg. Sie ist sicher, dass demnächst auch Menschen zu ihren Opfern werden. Symbolfoto) (
Zwar herrscht für Rottweiler Maulkorb- und Leinenzwang. Zwei dieser Hunde treiben laut einer Zeugin aber dennoch ihr Unwesen in Neubrandenburg. Sie ist sicher, dass demnächst auch Menschen zu ihren Opfern werden. Symbolfoto) ( Philipp Schulze
Neubrandenburg.

„Muss wirklich erst ein Mensch angefallen und verletzt werden, damit man dieser Frau endlich ihre Hunde wegnimmt? Das kann doch so nicht weitergehen“, sagt eine Seniorin aus der Oststadt sichtlich empört. Sie deutet mit der Hand auf eine verwilderte Brachfläche, die sich etwa 100 Meter hinter dem Bahnübergang in der Sponholzer Straße auf der rechten Seite erstreckt. Dort und auf dem Neuen Friedhof würden zwei freilaufende Rottweiler regelmäßig ihr Unwesen treiben. So haben die jeweils mehr als 60 Kilogramm schweren Hunde ihren Worten nach zwei streunende Katzen in diesem Frühjahr regelrecht zerfleischt – nur noch die Pfoten und etwas Fell waren übrig geblieben.

Die Halterin der Tiere ist bei den Behörden durchaus bekannt. Schon mehrfach hatten ihre beiden Rüden in der Vergangenheit andere Hundehalter und deren Vierbeiner bedrängt oder sogar nach ihnen geschnappt. Bislang sei es aber zu keinen Beißangriffen gekommen, hieß es damals vom Ordnungsamt der Stadt. Mittlerweile wurde jedoch vom Veterinäramt des Landkreises veranlasst zu überprüfen, ob die Hunde als gefährlich einzustufen sind. Das sei nach einer ersten Einschätzung nicht der Fall, wie Stadtsprecher Sebastian Welzel auf Nordkurier-Anfrage mitteilt. „Eine weitere Überprüfung findet noch in dieser Woche statt, um insbesondere das Verhalten der Rottweiler im Kontakt mit anderen Hunden näher zu beleuchten“, heißt es aus dem Rathaus.

Stadt weist Vorwurf zurück

Von der Stadtverwaltung hatte die Halterin bereits im Februar dieses Jahres die Auflage erhalten, beide Hunde in der Öffentlichkeit mit Maulkorb und an der Leine zu führen. Falls sie sich nicht daran hält, droht ihr ein Zwangsgeld in Höhe von 200 Euro. „Aber das scheint ihr völlig egal zu sein. Sie hat die Tiere einfach nicht im Griff. Leider kontrolliert das Ordnungsamt hier auch viel zu wenig“, sagt die besorgte Oststädterin, die sich seit knapp 20 Jahren im Neubrandenburger Tierschutzverein engagiert und mit viel Hingabe um verwilderte Katzen kümmert. Vor kurzem sei sie dabei mit der aufgebracht wirkenden Hundehalterin zusammengetroffen und sogar von ihr bedroht worden: „Du bist die Nächste, die gebissen wird!, waren ihre Worte“, sagt die Rentnerin.

Die Stadt weist den Vorwurf der mangelnden Kontrollen jedoch entschieden zurück. Es habe mehrfach Gespräche mit der Halterin gegeben, bei denen es zu keinen Problemen gekommen sei. Konkrete Hinweise auf weitere Verstöße seien beim Ordnungsamt bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingegangen, betont Sebastian Welzel. Darüber hinaus würden Mitarbeiter des Ordnungsamtes regelmäßig Kontrollen zur Einhaltung der städtischen Verordnung über das Führen von Hunden in Neubrandenburg durchführen.

Zeugin droht, sich an den Bürgermeister zu wenden

Trotzdem kommt es leider immer wieder zu Zwischenfällen mit unangeleinten Tieren. Erst am vergangenen Sonntag wurde ein neunjähriges Mädchen am Augustabad von einem freilaufenden Mischlingshund ins Bein gebissen. Das Kind trug glücklicherweise nur eine Schramme davon, die vom Rettungsdienst noch vor Ort behandelt werden konnte. Gegen den 31-jährigen Halter wurde Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen, heißt es von der Polizei.

Für die 67-jährige Tierschützerin ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch die beiden Rottweiler einen Menschen attackieren und verletzen. „Sollte vonseiten der Behörden nicht bald etwas gegen diese uneinsichtige Frau unternommen werden, wende ich mich direkt an den Oberbürgermeister“, versichert die empörte Seniorin.

Das betreffende Loch wurde noch nicht geflickt

Zudem klafft nach wie vor ein großes Loch im Zaun an der Bahnstrecke nahe der Hochbrücke, das von der Halterin der Hunde anscheinend als Durchgang zu dem brachliegenden Gelände in der Sponholzer Straße genutzt wird. „Auch einige lebensmüde Neubrandenburger gehen regelmäßig über die noch befahrenen Gleise, weil sie zwischen Industrie- und Katharinenviertel abkürzen wollen“, schildert die Seniorin ihre Beobachtungen der vergangenen Tage. Wie eine Nordkurier-Stichprobe ergab, haben allein am Montagnachmittag vier Jugendliche innerhalb weniger Minuten diese Abkürzung verbotenerweise mit ihrem Fahrrädern genommen.

Die Stadt hatte vor rund vier Wochen versichert, den kaputten Zaun flicken zu wollen. Passiert ist hier seitdem augenscheinlich nichts. „Wir arbeiten noch an einer dauerhaften Lösung, die Abkürzungswillige auch langfristig abhalten kann“, so die Stadt auf erneute Nachfrage.

 

 

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Kommentare (2)

Ich mag auch keine Katzen jeglicher Art. Was aber die Hunde betrifft bin ich drr Meinung das das OA sich von der Halterin verars chen lässt ist ein Beispiel hoffnungsloser Faulheit der Beamten. Keine Ausreden oder dummes ist doch nicht so schlimm ich bekomm das hin.... ist doch kein Grund hier ein Exempel zu starten und die Tiere dem Tierheim zuzuführen wegen Unfähigkeit zur Hundehaltung! Das OA ist hr gut auf die vielen Hundehalter zu sprecchen, zahlen sie doch die Hundesteuer, egal ob sie geistig in der Lagesind solche Tiere zu halten. Bei mir im Nebenaufgang wird im Neubaublock Hundezucht betrieben und jetzt hat die Hündin geworfen, so quicken jetzt jeden Tag um 6Uhr früh 7 Hunde unter dem Schlafzimmer mitsamt Herrchen und Frauchens herteisender Stimme ihr dasein. Dank auch die Wohnungsgenossenschaft die knappen Wohnraum an s olche Menschen vermietet und andere Menschen belästigt. HOCH lebe das OA und auch andere Stellen.

lach mich schlapp über die gestalten vom ordnungsamt bin selber besitzer von zwei sogenannten kampfhunden ich wurde noch nicht einmal kontrolliert von den gestalten zig mal vorbeigegangen beide mitarbeiter kopf runter oder wegschauen....kommt hinter mir die ältere dame dann wird gebrüllt vom weiten bitte warten sie mal steuermarke ect
ordungsamt ihr seid so jämmerlich peinlich :-)))