TUNER-SZENE

Saisonabschluss der Autoschrauber in Neubrandenburg (Video)

Mit viel PS, ordentlich Glanz und in entspannter Atmosphäre hat die Tuner-Szene auf dem RWN-Gelände ihren Saisonabschluss gefeiert. Im Frühjahr möchte der Veranstalter wieder an einen anderen Ort.
Tim Prahle Tim Prahle
Der Blick unter die Haube gehörte bei alten und neuen Fahrzeugen zum Pflichtprogramm.
Der Blick unter die Haube gehörte bei alten und neuen Fahrzeugen zum Pflichtprogramm. Tim Prahle
Sebastian Henkel, genannt Pelle”, hat für den Saisonabschluss wieder eine bunte Truppe an Unternehmern und Auto-Ver
Sebastian Henkel, genannt Pelle”, hat für den Saisonabschluss wieder eine bunte Truppe an Unternehmern und Auto-Verrückten um sich geschart. Tim Prahle
Jirka Schöler war mit seinem 1972 erstmalig zugelassenen Chevrolet Chevelle lange Kandidat für den Preis des äl
Jirka Schöler war mit seinem 1972 erstmalig zugelassenen Chevrolet Chevelle lange Kandidat für den Preis des ältesten Fahrzeugs. Tim Prahle
Die Wagen wurden auf Hochglanz poliert.
Die Wagen wurden auf Hochglanz poliert. Tim Prahle
Manch einer bot Einblicke ins Herz des Wagens.
Manch einer bot Einblicke ins Herz des Wagens. Tim Prahle
Alleinstellungsmerkmal Farbe
Alleinstellungsmerkmal Farbe Tim Prahle
Ein bisschen Show muss sein: Manche Autos sind mit Luftfahrwerken ausgerüstet, um sie hoch oder runter zu fahren.
Ein bisschen Show muss sein: Manche Autos sind mit Luftfahrwerken ausgerüstet, um sie hoch oder runter zu fahren. Tim Prahle
Neubrandenburg.

„Anklam löst sich langsam auf!”, ruft Sebastian Henkel seinen Leuten zu, die ihn wie die meisten nur als „Pelle” kennen. Eine wichtige Information am Sonnabendnachmittag. Denn noch sind nicht alle der 230 angemeldeten Fahrzeuge aufs RWN-Gelände gekommen. „Aber da kommen noch einige von Anklam aus direkt zu uns”, sagt Pelle. Der Inhaber eines Autoservice hatte zum Saisonausklang geladen. Zum dritten Mal kam die Tuner-Szene auf sein Bestreben zusammen. Dass die Halle zu Beginn nicht überquillt, stört den Veranstalter wenig. „Ich finde es gut. Die Autos können chillig und ruhig vorgestellt werden”, sagt Pelle grinsend. Sowohl neuere als auch ältere Modelle waren dabei. Mustang, Chevrolet, Mercedes und auch eine große Fraktion an „Opelanern”. Es dürfte für jeden was dabei gewesen sein. Wieder dabei war auch Daniel Rautenberg. Er betreibt in Brunn ebenfalls eine Kfz-Werkstatt und tunt die Karossen.

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Am Ende einigte man sich auf ein Unentschieden.

Konkurrenzdenken? Kennen er und Pelle trotz gemeinsamer Zielgruppe nicht. „Es wäre einfach dumm, wenn hier in der Region jemand was macht und man dann selbst nicht dabei ist”, sagt Rautenberg deutlich. Dem stimmt auch Erik Makein zu, der mit seinen Szene-Stickern knapp 500 Kilometer aus Zwickau angereist ist.

Für viele der Angereisten ist es Saisonabschluss im doppelten Sinne. Nicht nur die Veranstaltungen enden, sondern auch die Fahrerlaubnis ihrer Autos. Die Zulassung von Jirka Schölers Chevrolet Chevelle Malibu gilt nur bis zum 30. Oktober. Über die Wintermonate darf er nicht raus. Schöler, der einst gemeinsam mit seinem Vater am Trabant schraubte und seitdem infiziert ist, macht das wenig aus. „Ein richtiger Schrauber ist sowieso niemals fertig und muss immer was zu tun haben.”

Dass die Szene mit seinen Liebhabern, Werkstätten und weiteren kleinen Unternehmen regelmäßig zusammenkommen sei auch sein Hauptmotiv, betont Pelle. „Vielleicht mach ich bei dieser Veranstaltung sogar Minus. Aber das kommt spätestens im Sommer wieder rein”, grinst er. Erstmalig hatten sich die Autoschrauber in diesem Sommer auf dem Flughafengelände Trollenhagen getroffen. „400 Fahrzeuge und 2500 Besucher waren bei der Premiere dabei”, erzählt Pelle stolz. Im nächsten Jahr peilt er neue Höhenflüge an. 5000 Besucher und 600 Autos sollen es werden. Vorher steht noch die Auftaktveranstaltung im April an. „Wir wollen auf jeden Fall wieder in den Kulturpark”, sagt der Chef-Organisator. Man müsse es noch mit der Stadt besprechen. Aber vor der Stadthalle und bei dem Jahnstadion zu parken, ist das erklärte Ziel.

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