WASSERFLÄCHE

Schilf erobert immer mehr den Schwanenteich

Der Zustand des kleine Gewässers in unmittelbarer Nachbarschaft des Engels-Rings enttäuscht viele Neubrandenburger. Denn von dem eigentlichen Kleinod ist gar nicht mehr viel zu entdecken.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Viel Wasser ist im Neubrandenburger Schwanenteich nicht mehr zu sehen. Die Stadt will alles hier sanieren - sucht aber dafür noch nach Geld.
Viel Wasser ist im Neubrandenburger Schwanenteich nicht mehr zu sehen. Die Stadt will alles hier sanieren – sucht aber dafür noch nach Geld. Felix Gadewolz
Neubrandenburg.

Im Schatten der wohl mächtigsten Trauerweiden, die Neubrandenburg zu bieten hat, muss der Schwanenteich immer mehr Wasserfläche aufgeben und wächst weiter zu. Nicht mehr lange und das Schilf hat sich auch den „Rest“ erobert. Nur wenige Meter vom verkehrsreichen Friedrich-Engels-Ring entfernt, bietet der Schwanenteich seit vielen Jahren einen Ort der Ruhe und Entspannung. Das ist auch den Verantwortlichen im Rathaus bewusst.

Der Schwanenteich stehe laut einer Rathaus-Sprecherin durchaus auf der Prioritätenliste der Stadtverwaltung. Und auf die Frage, ob hier nicht vielleicht wenigstens das wuchernde Schilf entfernt werden könne, hieß es: „Allerdings ist es nicht mit einer Mahd des Schilfs getan, sondern mit umfangreichen Sanierungsarbeiten verbunden. Derzeit wird nach Finanzierungsmöglichkeiten dafür gesucht."

Stadtvertreter kritisiert Untätigkeit der Verantwortlichen

Dabei stößt der gegenwärtige Zustand des kleinen Neubrandenburger Gewässers auch Stadtvertretern sauer auf. Ratsherr Marco Messner, Vorsitzender des für solche Angelegenheiten zuständigen Stadtentwicklungsausschusses, kritisierte schon vor Wochen öffentlich die scheinbare Untätigkeit der Verantwortlichen angesichts des zuwachsenden Schwanenteichs. Messner sagte, auch am Schwanenteich werde zu viel einfach der Natur überlassen. Dies mache auf Besucher und selbst auf Neubrandenburger keinen guten Eindruck.

Fast verliert sich in der „grünen Hölle“ der kleinen Parkanlage am Schwanenteich die Plastik „Mädchen in der Sonne“ der Bildhauerin Dorothee Rätsch. Vorschläge, die kleine Plastik umzusetzen und im Kulturpark aufzustellen, wo sie in guter Gesellschaft stünde, sind bisher abschlägig beschieden worden.

Und auch der Künstlerin selbst gefällt die Einsamkeit ihres „Mädchens“ im Biotop am Schwanenteich nicht mehr besonders gut, ließ sie wissen. Dafür macht sich Unrat breit. Schon seit Tagen „schwimmt“ ein Einkaufswagen im Teich. Der allerdings, so unser Leser Ingolf Friede, habe aber schon im Winter hier auf der Eisdecke gestanden.

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Kommentare (1)

Guten Morgen Herr Messner,
meckern um sich zu profilieren hat noch nichts nach vorne gebracht. Rufen zu einer Bereinigungsaktion auf und sammeln Sie Gleichgesinnte. Ich wäre dabei.
Beste Grüße aus NB