Nach Wunsch der SPD und Linken sollen künftig nicht nur Historiker sondern auch Touristen von den archäologischen Fu
Nach Wunsch der SPD und Linken sollen künftig nicht nur Historiker sondern auch Touristen von den archäologischen Funden im Tollensetal profitieren. NK-Archiv
Archäologie

Schlachtfeld bei Altentreptow wird Thema im Landtag

Die historische Ausgrabungsstätte „Schlacht im Tollensetal“ bei Altentreptow soll bald auch für Touristen offen stehen, wenn es nach SPD und Linke geht.
Altentreptow

Für Europas ältestes bekanntes Schlachtfeld unweit von Altentreptow – der „Schlacht im Tollensetal“ – soll erneut der Weg aus der Bronzezeit in die Gegenwart bereitet werden. Zumindest, wenn es nach SPD und Linken im Landtag geht. So wollen die Parteien in einem gemeinsamen Antrag den Grundstock dafür legen, dass die archäologische Fundstätte nicht nur Historikern vorbehalten ist, sondern touristisch erschlossen wird – mit Strahlkraft für das gesamte Land Mecklenburg-Vorpommern.

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Konkret geht es in dem politischen Vorstoß darum, das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege (LAKD) mit einer Konzeption zu beauftragen, wie die touristische Erschließung erfolgen kann – ohne, dass die Fundstelle gefährdet wird. Nach Vorstellung von SPD und Linken soll das LAKD diesbezüglich aber nicht losgelöst von anderen Akteuren der Region agieren. Explizit wird in dem Antrag darauf hingewiesen, dass unter anderem der Landestourismusverband, die Gesellschaft für Archäologie, Pädagogen und das Amt Treptower Tollensewinkel mit einzubeziehen sind.

Erste Ergebnisse frühestens im September

Federführend bei der Ausarbeitung dessen waren, nach eigenen Angaben, die Abgeordneten Anna-Konstanze Schröder und Thomas Krüger als Reaktion auf Wünsche außerhalb des Parlaments. „Anregungen, einen solchen Antrag einzubringen, kamen von Bürgerinnen und Bürger aus Altentreptow, von der Bürgermeisterin Frau Ellgoth und von Archäologen“, so Krüger.

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Tatsächlich steht die Entwicklung des Treptower Lands jedoch nur auf den ersten Blick im Fokus des Antrags. Vielmehr ist die „Schlacht im Tollensewinkel“ als Basis eines integrierten Gesamtkonzepts für erlebbare Ur- und Frühgeschichte im Land gedacht. Gemeinsam mit Groß Raden und Rostock sind insgesamt drei Standorte nach Wunsch der beiden Parteien zu berücksichtigen.

Bis diesbezüglich handfeste Ergebnisse auf dem Tisch liegen, wird es indes antragsgemäß noch bis September des kommenden Jahres dauern. So der Vorstoße von SPD und Linken in der bevorstehenden Dezembersitzung des Landtags überhaupt ein positives Votum bekommt.

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