Eklige Hinterlassenschaft

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Schubkarrenweise Hundekot an Kleiner Tollense

Wenn Bello sein Geschäft auf öffentlichen Flächen in der Stadt macht, sollten die Besitzer seine Hinterlassenschaft in der Hundetoilette oder der Restmülltonne entsorgen.
Wenn Bello sein Geschäft auf öffentlichen Flächen in der Stadt macht, sollten die Besitzer seine Hinterlassenschaft in der Hundetoilette oder der Restmülltonne entsorgen.
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Wer seinen Hund liebt, der beseitigt auch seine Hinterlassenschaften. Den Besitzern der Vierbeiner wollte die Stadt entgegenkommen und stellte drei Hundetoiletten auf. Doch das Ergebnis ist ernüchternd.

Die Männer vom städtischen Bauhof kümmern sich um viele Dinge in der Stadt. Auch das Leeren der Papierkörbe und die Reinigung von städtischen Flächen zählen zu ihren Aufgaben. Sie haben schon einiges gesehen. Aber was sie diesmal entlang der Kleinen Tollense erlebten, sei einfach nur „eklig“ gewesen. So beschreiben es die Männer in der orangen Kluft.

Eine Beurteilung, die die stellvertretende Bürgermeisterin, Claudia Ellgoth, nur bestätigen kann. „Die Männer haben an der Kleinen Tollense zwei Schubkarren voll Hundekot aufgenommen.“ Leider auch da, wo die beiden Hundetoiletten stehen. „Die sind nach langer Diskussionen aufgestellt worden“, erinnert sich Claudia Ellgoth. Das war Januar 2013.

Die Stadt kaufte damals drei solche Behälter für rund 1000 Euro. Sie enthalten Tüten, um Hundehaufen aufnehmen zu können und auch einen Behälter, in den die Hinterlassenschaft geworfen werden können. „Wir sind ein bisschen ratlos“, gibt die Fachgebietsleiterin zu. Gleichzeitig auch sehr verärgert, dass einige Zweibeiner sich so wenig Gedanken darüber machen und die Tretminen ihrer Vierbeiner auf dem Gehweg liegen lassen. Aber jemanden zu „überführen“ sei schwierig.

Neue Papierkörbe sollen aufgestellt werden

Sicherlich gibt es im Haus Vollzugsbeamte, die die Hundehalter anhalten und kontrollieren dürfen. Nur diese Hundebesitzer auf frischer Tat zu ertappen, sei schon schwierig. „Es gibt außerdem Leute, die die Tüten herausreißen, für andere Dinge verwenden oder die Tüten landen in der Kleinen Tollense“, sagt sie. Das sei sehr ärgerlich und koste das Geld der Stadt, wenn immer wieder neue Plastebeutel gekauft werden müssen.

Nun besteht die Hoffnung, dass andere Altentreptower Hundebesitzer ansprechen und sie bitten, die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge zu beseitigen. Dass dieses „eklige“ Problem aber nicht nur die Kleine Tollense betrifft, können auch Bewohner und Geschäftsleute der Innenstadt bestätigen. Auch anderswo, vor allem in den schmalen Gassen, liegt der Hundekot.

Dirk Wanka sprach im Finanzausschuss das Problem für die Meldorfer Straße an. Er wünscht sich am Anfang und am Ende der Straße Papierkörbe, um dort auch Hundedreck loszuwerden. „Wir werden dort Papierkörbe aufstellen“, verspricht Claudia Ellgoth. Allerdings seien die eigentlich nicht für die Hundekottüten gedacht. „Die gehören in den Behälter der Hundetoiletten oder in den Restmüll.“