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Schüler turnen auf Bahnanlagen herum

Halbverfallen: Das ehemaligen Bahnbetriebswerks des Neubrandenburger Bahnhofs ist schon lange nicht mehr in Betrieb.
Halbverfallen: Das ehemaligen Bahnbetriebswerks des Neubrandenburger Bahnhofs ist schon lange nicht mehr in Betrieb.
Stefan Sauer

In große Gefahr gebracht haben sich vier junge Leute, als sie Gleise überquerten und auf ein marodes Lokschuppendach kletterten. Die Polizei warnt eindringlich vor solchem Leichtsinn.

Mit einer waghalsigen Kletteraktion haben sich vier Schüler in Lebensgefahr gebracht. Wie die Polizei erst am Mittwoch berichtete, waren die jungen Leute bereits am Montagabend von Bundespolizisten auf dem maroden Lokschuppendach des ehemaligen Bahnbetriebswerkes am Neubrandenburger Bahnhof entdeckt worden. Zuvor müssen sie die Gleise überquert haben, um dorthin zu gelangen.

Zur Gefahrenstelle geeilt, trafen die Beamten zunächst nur zwei Jugendliche an, die sofort die Flucht ergriffen. Zeugen wussten aber von vier Personen zu berichten, die in Richtung Bahnhof gelaufen seien.

Bahnanlagen sind kein Abenteuerspielplatz

Dort stellte eine weitere Streife wenig später auf dem Inselbahnsteig eine Gruppe Jugendlicher im Alter von 13 bis 15 Jahren zur Rede, woraufhin die Schüler sich zu ihrem Leichtsinn bekannten. Sie wurden eindringlich über die Gefahren an Bahnanlagen und einsturzgefährdeten Gebäuden belehrt und anschließend ihren Eltern übergeben.

Angesichts dieses Vorfalls warnt die Polizei indessen eindringlich: "Bahnanlagen sind kein Abenteuerspielplatz!" An Bahnanlagen und geschlossenen Bahnübergängen Hier bestehe Lebensgefahr sowohl durch den Zugverkehr als auch durch Betriebsanlagen wie stromführende Teile und Weichen. "Schienenfahrzeuge haben einen erheblich längeren Bremsweg als Autos" warnen die Beamten weiter und appellieren auch an Erwachsene, sich ihrer Vorbildwirkung bewusst zu sein.