Am Sportgymnasium Neubrandenburg sollen vorerst alle Schüler weiter am Unterricht teilnehmen. Bislang liegt für den
Am Sportgymnasium Neubrandenburg sollen vorerst alle Schüler weiter am Unterricht teilnehmen. Bislang liegt für den Verdachtsfall auf eine Corona-Infektion noch kein Testergebnis vor. Udo Zander
Coronavirus

Schulleitung äußert sich zum Verdachtsfall in Neubrandenburg

Nach der Gerüchteküche um einen Corona-Fall am Neubrandenburger Sportgymnasium hat sich die Schulleitung zu Wort gemeldet und einige Details zu dem Fall klargestellt.
Neubrandenburg

Zum aktuellen Verdacht auf eine Corona-Infektion am Neubrandenburger Sportgymnasium hat sich die Schulleitung am Mittwoch in einer Mitteilung an Schüler und Eltern geäußert. Das Schreiben liegt der Nordkurier-Redaktion vor.

Unklar, ob eine Infektion vorliegt

Man „erachte es als notwendig”, heißt es darin, "über die aktuelle Situation zu informieren. Gestern und heute sind hier die Wellen hochgeschlagen.” In der Stadt und in den sozialen Netzwerken hatten sich verschiedene Gerüchte über Infektionen, Erkrankungen und akute Gefahren am Gymnasium verbreitet. Das Bildungsministerium bestätigte auf Nordkurier-Nachfrage einen Verdachtsfall – ein Testergebnis der betroffenen Person lag aber noch nicht vor.

Die Schulleitung sei am Dienstagabend darüber informiert worden, dass sich eine Person, die regelmäßig an der Schule verkehrt, einem Corona-Test unterziehen will. Hintergrund sei der Kontakt zu einer positiv getesteten Person.

Daraufhin, so heißt es in dem Schreiben, sei zunächst angeordnet worden, dass Schüler die wiederum mit dem Betroffenen in Kontakt standen, vorerst und vorsorglich zu Hause bleiben sollen. Diese Entscheidung sei möglicherweise vorschnell erfolgt.

Vorsorgliche Isolation „nicht notwendig”

Am Mittwochmorgen habe sich die Schulleitung mit dem Gesundheitsamt beraten. Dort habe man eine vorsorgliche Isolation der Schüler wiederum nicht für notwendig erachtet. Nur im Falle eines positiven Testergebnisses des Betroffenen, seien weitere Maßnahmen nötig.

Im Gegenteil bestehe nicht nur die Möglichkeit am Unterricht teilzunehmen, sondern die ganz normale Schulpflicht, heißt es in dem Schreiben. Die Entscheidung der Schulleitung sei somit zwar „fürsorglich, aber nicht notwendig gewesen.”

Auskunftssperre für das Kollegium

Kritik und Sorge äußert die Schulleitung auch über die Ausbreitung verschiedener Gerüchte in dem Zusammenhang und „wie sorglos der Umgang in den sozialen Netzwerken erfolgt und was aus einer sachlichen Meldung innerhalb kürzester Zeit wird.”

Deshalb seien Mitarbeiter der Schule angewiesen worden, sich zu dem Thema nicht zu äußern. Auskunft an Eltern und Schüler erteile ausschließlich die Schulleitung.

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