Bricht der Frühling endlich mit ganzer Macht herein, verschwinden die Wildschweine aus dem Stadtgebiet und ziehen sich in den Wald und auf die Felder zurück, hofft Neubrandenburgs Stadtförster. 
Bricht der Frühling endlich mit ganzer Macht herein, verschwinden die Wildschweine aus dem Stadtgebiet und ziehen sich in den Wald und auf die Felder zurück, hofft Neubrandenburgs Stadtförster. Fredrik von Erichsen
Ein bisschen Suchbild - aber die Schweine sind wieder da, wie Nordkurier-Leser beobachten mussten. 
Ein bisschen Suchbild – aber die Schweine sind wieder da, wie Nordkurier-Leser beobachten mussten. Thomas Langer
Trotz Drückjagd

Schweine am Datzeberg sind wieder da

Da hatten die Einwohner in Neubrandenburgs nördlichstem Stadtteil gemeint, die Waldbewohner nach einer Drückjagd los zu sein. Zu früh gefreut.
Neubrandenburg

Trotz Drückjagd und permanenter Verfolgung durch den hier zuständigen Jäger lassen sich die Wildschweine aus der Umgebung von Neubrandenburgs nördlichstem Stadtteil nicht vertreiben. Gleich sechs Tiere auf einmal habe er am Datzeberg gerade beobachten müssen, so Thomas Langer.

Er beklagt nicht nur die Verwüstung der Grünflächen durch die Schweine, sondern möchte auch die mögliche Gefahr für Leib und Leben nicht kleinreden: „Als ich dem Schwarzwild jetzt begegnete, war zum Glück die Datze zwischen uns“. Langer fordert erneut nichts weniger, als dass sich der Stadtförster und der Jagdpächter des Reviers rund um den Datzeberg der Sache erneut annehmen.

Jüngste Drückjagd brachte keinen Erfolg

Eine erneute Drückjagd habe jetzt aber wenig Sinn, sagte am Freitag Stadtförster Carsten Düde auf Nordkurier-Nachfrage. Düde hat immer noch nicht ganz verwunden, dass die jüngste Drückjagd am Datzeberg-Revier so keinen waidmännischen Erfolg brachte: „Wir konnten kein einziges Stück Schwarzwild erlegen“, so der Förster, der gemeinsam mit anderen Neubrandenburger Jägern den Jagdpächter in dessen Revier bei der Aktion unterstützte. „Die ließen sich nicht blicken“, wundert sich der Experte noch heute.

Einer erneuten Drückjagd, um die Wildschweine aus der Nähe der menschlichen Behausungen zu vertreiben, erteilte Düde aber eine Absage: „Das ist jetzt schwierig“, so der Stadtförster. Man müsse damit rechnen, dass die Bachen schon mit Frischlingen unterwegs sind. Bei einer Treibjagd könne es leicht geschehen, dass so eine Bache erlegt wird, „und das widerspricht nicht nur dem Tierschutz, sondern auch dem Gesetz“. Das einzige probate Mittel jetzt sei die Einzeljagd durch den Pächter. Der aber hatte sich in der Vergangenheit schon mächtig ins Zeug gelegt und zwischen April des vergangenen Jahres und Anfang Februar allein schon 33 Stück erlegt.

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