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Schon wieder Feuer im Hochhaus in Neubrandenburg

In Neubrandenburg haben Brandstifter in einem Hochhaus Feuer gelegt. Vor wenigen Tagen brannte es hier schon einmal.

In der Neustrelitzer Straße in Neubrandenburg haben Unbekannte ein Feuer gelegt. In dem Haus sind auch Asylbewerber untergebracht.
Felix Gadewolz In der Neustrelitzer Straße in Neubrandenburg haben Unbekannte ein Feuer gelegt. In dem Haus sind auch Asylbewerber untergebracht.

Noch trägt der Flur die brandigen Spuren eines Feuers vom vergangenen Wochenende, da musste die Feuerwehr schon wieder ran. Am späten Dienstagabend ist im Elfgeschosser Neustrelitzer Straße 109 erneut ein Brand ausgebrochen. In der gleichen Etage, in der es schon am Freitag gebrannt hatte.
Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr konnte das Feuer von einem Bewohner des Hauses mit einem Feuerlöscher niedergekämpft werden.

Wohnung nicht bewohnt

Nach Auskunft der Feuerwehr soll der Brand in einer unbewohnten Wohnung ausgebrochen sein. Unbekannte haben hier eine Couchgarnitur in Brand gesetzt. Wie der Nordkurier vor Ort erfuhr, ist die Wohnung zwar vermietet, aber außer dem großen Sofa steht nichts in den vier Wänden. Die oder der Feuerteufel haben die verschlossene Tür aufgebrochen und sind so in die Wohnung eingedrungen.
Am vergangenen Freitag wurden Fahrräder und ein Rollstuhl hier im siebenten Geschoss in Mitleidenschaft gezogen. Dabei qualmte es so stark, dass gleich drei Etagen vorübergehend evakuiert werden mussten. Ob zwischen beiden Taten ein Zusammenhang besteht, steht gerade im Mittelpunkt der polizeilichen Ermittlungen. Der Staatsschutz ist gleichfalls einbezogen. Weil in dem Haus auch Zuwandererfamilien untergebracht sind, kann ein politisch motivierter Hintergrund nicht völlig ausgeschlossen werden.

Eigentümer ergreift geheime Maßnahmen

Am Hauseingang steht Jürgen Müller, Bewohner der dritten Etage des Hochhauses. Angst habe er noch nicht, sagt der Mieter, aber es nerve schon, wenn so kurz hintereinander Feuerwehreinsätze die Nachtruhe stören müssen. Aber ans Ausziehen mag er nicht denken, sagt der Neubrandenburger, die Mieten hier seien vergleichsweise sehr preiswert. „So etwas finde ich in der Stadt nicht wieder“, sagt der angstfreie Mann.

Wie der Nordkurier erfuhr, hat sich die Polizei bereits die Bilder der Videokameras im Hauseingang gesichert. Auch die Geschäftsführung der Eigentümerin, der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft Neuwoges, war schon am Morgen an Ort und Stelle und hat sich den erneuten Schlamassel angesehen. „Die verbrauchten Feuerlöscher und Rauchwarnmelder wurden ausgetauscht“, so ein Neuwoges-Sprecher. Außerdem seien alle Brandschutztüren und Rauchabschottungen auf ihre Funktionalität geprüft worden. „Alles funktioniert einwandfrei“. Darüber hinaus, so heißt es, habe die Neuwoges Maßnahmen ergriffen, die aus ermittlungstaktischen Gründen aber noch geheim bleiben sollen. „In der 7. Etage des Wohnhauses leben keine Zuwanderer. Wir gehen daher nicht von einem ausländerfeindlichen Hintergrund aus“, so der Sprecher weiter.

Aktualisiert am 20 September 2017, 20 Uhr

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich an

- das Polizeihauptrevier Neubrandenburg (Telefon 0395 / 5582-5224),
- jede andere Polizeidienststelle oder
- an die Internetwache der Landespolizei M-V (www.polizei.mvnet.de) zu wenden.

Kommentare (1)

Das musste kommen und war voraus zu ahnen. Schon lange war der Hochhausblock für Einkommensschwache mit und ohne Job bekanntund einpaar wenigen Ausländer. Das hat recht gut funktioniert. Dann hat die neuwoges angefangen Obdachlose und alkoholiker hier anzusiedeln. Wobei diese er in Heimen untergebracht werden sollten. Aber das war der Stadt ja zu teuer. Das hat schon die erste Lunte am Fass gelegt. Die es sich leisten konnten sind weggezogen, aber viele konnten nicht und schluckten die bittere Pille. 2016 hat man damit begonnen Wohnungen zu modernisieren bzw. herzurichten für Asylbewerber. Das diese Maßnahme auf Unverständnis bei den Mietern der Wohnungen stoßt die immer noch meistens eine Wohnung im Zustand des Baujahres 1984 haben (Badezimmer, Küche) war mit zu rechnen und auch verständlich. Der große Einwanderung von Asylbewerbern in den Hochhäusern war es was das Fass zum überlaufen brachte. Sie sollten auch Wohnungen in anderen Häusern bekommen wie in der Nesustrelitzer Str. /a-h. Zum Glück ist bis dato keiner Zu schaden gekommen. Noch nicht. Aber ein weiter so kann so nicht erfolgen. Eine Integration gibt es nicht von beiden Seiten. Deutsche sind bei Deutschen und die Ausländer unter sich. Da hilft auch kein Bürgertreff. Mehr normale Mieter bitte und keine Problemfälle das verträgt der Brennpunkt nicht. Oder will die Stadt hier ein soziales Ghetto schaffen?