Windpark Altentreptow-West

Schwertransporte liefern Rotorblätter

In der Nacht zu Donnerstag rollten erneut mehrere mit großen Rotorblättern beladene Lkw durch die Region um Neubrandenburg. Wann die zwei neuen Windräder in Betrieb genommen werden, ist noch unklar.
Die ganze Nacht über rollten mehrere Schwerlasttransporte mit den Rotorblättern durch die Region. Dabei war viel Fei
Die ganze Nacht über rollten mehrere Schwerlasttransporte mit den Rotorblättern durch die Region. Dabei war viel Feingefühl und Teamwork gefragt. Felix Gadewolz
Ein Rotorblatt hat eine Länge von 71 Metern und einer Breite von 5,60 Metern.
Ein Rotorblatt hat eine Länge von 71 Metern und einer Breite von 5,60 Metern. Felix Gadewolz
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Altentreptow

Die Fahrer hatten allen Grund dazu, sich nach ihrem nächtlichen Einsatz einmal selbst lobend auf die Schulter zu klopfen. Immerhin konnten sie den größten und vermutlich auch zeitintensivsten Schwerlasttransport für den Windpark Altentreptow-West reibungslos über die Bühne bringen. Die mit jeweils einem 71 Meter langen und 5,60 Meter breiten Rotorblatt beladenen Lkw kamen von der A 11 aus Richtung Berlin und wurden bis zur MV-Landesgrenze von der Polizei abgesichert.

Kurz nach Mitternacht durch Neubrandenburg

Um nach kurz Mitternacht bahnten sie sich ihren Weg durch Neubrandenburg – bei der Ladung keine leichte Aufgabe. Denn immer wieder gab es Engstellen, insbesondere in Kurvenbereichen. So blieben oft nur wenige Zentimeter Spielraum zwischen Rotorblatt und Ampelanlage. Mehrere Begleitfahrzeuge lotsten die Lkw-Fahrer die ganze Zeit über per Funk durch die Vier-Tore-Stadt. Von dort aus rollten die Brummis über die Woggersiner Straße nach Groß Teetzleben bis zum Ziel, wo die Flügel der Windräder nach rund drei Stunden mit aufwendigen Wendemanövern und viel Feingefühl abgeladen werden konnte.

Autofahrer zeigen wenig Verständnis

Allerdings leider hat sich erneut gezeigt, dass andere Autofahrer, die zu später Stunde noch unterwegs waren, für die Schwerlasttransporte nur wenig Verständnis zeigen. Die Halte- und Verbotssignale der Begleitfahrzeuge wurden von einigen konsequent ignoriert. Unfälle blieben aber erfreulicherweise aus. Wie Andreas Bruhn von der beauftragten Spedition dem Nordkurier gegenüber bestätigte, werden bis zum 30. April noch weitere Bauelemente angeliefert. Wann die zwei neuen Windenergieanlagen aufgebaut und letztlich in Betrieb genommen werden, konnte die Betreiber-Firma Energie-Projekt-Nord GmbH, zu der auch die Wind MV GmbH & Co. KG gehört, noch nicht genau sagen. „Sobald alle Teile da sind, ist das in der Regel aber innerhalb von wenigen Tagen erledigt”, so ein Sprecher.

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