DISKUSSION UM BUNDESSTÜTZPUNKT

SCN will Trainerstelle im Triathlon schnell wieder besetzen

Der SC Neubrandenburg hat nach dem Abgang von Ines Estedt ein Problem bei der Betreuung der Triathleten. Dieses gilt es angesichts der Sparpläne beim Bundesinnenministerium schnell zu lösen.
Thomas Krause Thomas Krause
SCN-Trainer Frank Heimerdinger, hier mit seiner Athletin Lena Meißner, ärgert sich über die Gerüchte.
SCN-Trainer Frank Heimerdinger, hier mit seiner Athletin Lena Meißner, ärgert sich über die Gerüchte. Heiko Brosin
Neubrandenburg.

Die Triathlon-Abteilung des SC Neubrandenburg will ihre dritte Trainerstelle so schnell wie möglich wieder besetzen. Die Stelle sei ausgeschrieben, man hoffe, dass der neue Trainer spätestens Anfang des nächsten Jahres seine Tätigkeit aufnehmen werde, sagte Trainer Frank Heimerdinger während einer Veranstaltung mit Sponsoren und Förderern der SCN-Triathleten.

Bewerbungen gebe es derzeit noch nicht, das liege aber daran, dass die Ausschreibung relativ frisch sei. „Wir rechnen aber mit einigen Bewerbungen. Das Problem ist jedoch, dass die Stelle erst einmal befristet ist”, so Heimerdinger.

Gerüchte ärgern Trainer

Er trat zugleich Gerüchten entgegen, die dritte Trainerstelle bei den Neubrandenburger Triathleten werde aus finanziellen Gründen nicht mehr besetzt: „Das ist absoluter Quatsch. Das Geld ist für den Trainer da.”

Die Besetzung der nach dem Weggang von Ines Estedt frei gewordenen Stelle ist auch mit Blick auf die Zukunft des SCN als Bundesstützpunkt ein wichtiger Faktor. Mit Heimerdinger und Jan Müller sind bei den Triathleten derzeit zwei hauptamtliche Übungsleiter tätig.

„Für eine kurze Zeit würden wir das Training auch mit zwei Leuten abgesichert bekommen, es ist aber keine Dauerlösung, wenn wir wieder mehr Bundeskader heranbilden wollen”, sagte Heimerdinger.

Status beim Triathlon bleibt bis 2020

Diese Bundeskader sind eine Voraussetzung, dass der SCN auch weiterhin den Namen Bundesstützpunkt tragen darf. Wie der Nordkurier bereits mehrmals berichtete, ist der Standort Neubrandenburg mit den Sportarten Triathlon, Leichtathletik und Kanu aufgrund von Sparplänen beim Bundesinnenministerium gefährdet.

Heimerdinger sagte, dass man gerade noch einmal die Bestätigung erhalten habe, dass dieser Status beim Triathlon bis zum 31. Dezember 2020 erhalten bleibt: „In der heutigen Zeit ist das schon ein langer
Zeitraum. Das ist leider die Realität”, sagte der Verantwortliche, der in dem Zusammenhang harsche Kritik an der Politik übte: „Es ist erschreckend, dass einige Politiker erst jetzt munter werden. Wir arbeiten an diesem Problem seit Jahren.

Silvio Witt sieht Bund in der Pflicht

Nach Aussage von Oberbürgermeister Silvio Witt wird die Stadt Neubrandenburg alles dafür tun, dass der Leistungssport beim SCN erhalten bleibt. Mit der Absicht, in der Stadt eine neue Schwimmhalle bauen zu wollen, die auch Leistungssportkriterien erfülle, habe man sich bereits dazu positioniert.

Angesichts der momentanen Diskussion um die Zukunft der Bundesstützpunkte in Deutschland sieht Witt den Bund in der Pflicht. „Die Sportler präsentieren den Bundesadler auf dem Trikot, ist es da nicht Aufgabe des Bundes, den Sport entsprechend zu finanzieren?” Es sei ein unsägliches Thema.

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