MIT SCHLAGSTOCK BEDROHT

Selbstjustiz gegen Drogendealer aus Neubrandenburg

Weil er einen mutmaßlichen Drogenhändler in Neubrandenburg drangsalierte, sitzt ein junger Mann jetzt im Gefängnis. Er hatte selbst viel auf dem Kerbholz.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Gegen den 22-Jährigen, der mit einem Schlagstock drohte, lagen selbst zwei Haftbefehle vor, hieß es von der Polizei in Neubrandenburg.
Gegen den 22-Jährigen, der mit einem Schlagstock drohte, lagen selbst zwei Haftbefehle vor, hieß es von der Polizei in Neubrandenburg. Daniel Karmann/Symbolbild
Neubrandenburg.

Nach einen Fall von Selbstjustiz im Neubrandenburger Drogenmilieu hat die Polizei einen jungen Mann festgenommen. Weil gegen den 22-Jährigen zwei Haftbefehle vorlagen, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der Tatverdächtige hatte am Samstag kurz vor Mitternacht die Wohnung eines 20-Jährigen aufgesucht und wollte diesen offenbar wegen dessen mutmaßlichen Drogenverkäufen an Kinder und Jugendliche zur Rechenschaft ziehen.

Zusammen mit seiner 19 Jahre alten Freundin bedrohte er den Geschädigten zunächst mit einem Schlagstock vor dessen Haus. Anschließend trat er die Wohnungstüre ein und durchsuchte die Räumlichkeiten, in denen sich zu diesem Zeitpunkt zwei unbeteiligte Zeugen befanden. Die Polizei konnte den Eindringling am Tatort in Gewahrsam nehmen. Bei der Überprüfung seiner Personalien wurde festgestellt, dass zwei Haftbefehle gegen ihn vorlagen, die daraufhin vollstreckt wurden. Gegen ihn und seine 19-jährige Mittäterin wurde Strafanzeige erstattet. Aber auch gegen den 20-jährigen Geschädigten wird ermittelt, weil die Beamten in der Wohnung geringe Mengen an Betäubungsmitteln feststellten.

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