SCHWER MIT RAD GESTÜRZT

Senior sucht netten Unfall-Helfer aus Neubrandenburg

Wer hat im Herbst 2016 einem Rentner geholfen, der sich bei einem Sturz das Sprunggelenk gebrochen hat?
Dennis Bacher Dennis Bacher
Der Schleichweg (links) war von einem Bauzaun versperrt, als der Neubrandenburger Radfahrer dort im Dunklen langfuhr.
Der Schleichweg (links) war von einem Bauzaun versperrt, als der Neubrandenburger Radfahrer dort im Dunklen langfuhr. Dennis Bacher
In der Ravensburgerstraße 42 soll der Helfer damals gewohnt haben. Hinter dem Haus geschah der Unfall.
In der Ravensburgerstraße 42 soll der Helfer damals gewohnt haben. Hinter dem Haus geschah der Unfall. Dennis Bacher
Neubrandenburg.

Als das Unglück passierte, war es bereits stockdunkel. Wie jeden Tag nutzte der 77-jährige Neubrandenburger den Schleichweg zwischen Johannesstraße und Ravensburgstraße, vorbei am Angelladen, um mit dem Rad auf schnellstem Wege nach Hause zu gelangen. Doch diesmal war etwas anders: Auf einmal gab es einen lauten Knall, der Radfahrer fand sich auf dem Steinboden wieder, das Sprunggelenk angebrochen. „Die meisten Laternen haben damals nicht funktioniert“, erinnert er sich. „Ich wusste zunächst gar nicht, was passiert war.“

Die Durchfahrt, die der Rentner täglich passierte, war von einem Bauzaun zugestellt worden. Weil er die dünnen Maschen in der Nacht schlicht nicht wahrgenommen hatte, war er mit viel Tempo dagegen gekracht.

Zaun ohne Hinweis aufgestellt

Der laute Knall war in der Nachbarschaft wohl kaum zu überhören. Ein Anwohner eilte sofort zur Hilfe, kümmerte sich um den verletzten Senior und brachte ihn nach Hause. Es war ein Herbsttag im Oktober 2016.

Tags darauf zeigte der Senior den Fall bei der Polizei an. „Den Zaun dort ohne Hinweis aufzustellen, war gefährlich“, sagt er. Ein Absperrband oder ein rotes Fähnchen zur Warnung hätte schon geholfen, meint er. Dass es sich bei der Abkürzung um ein Privatgrundstück handelt, sei ihm natürlich bewusst, darum sei der Fall ja auch so kompliziert.

Eine Zeugenaussage des damaligen Helfers würde dem Rentner nun ein gutes Stück weiterhelfen. Das Problem: Wer der barmherzige Samariter war, weiß der heute 80-Jährige nicht genau. Um die 30 Jahre alt soll er damals gewesen sein. Vermutlich wohnte er 2016 in der Ravensburgstraße 42. Mittlerweile muss er jedoch umgezogen sein, denn die Suche nach dem Helfer verlief bislang erfolglos.

Kennt jemand den Helfer?

Michael Gruhne wohnt heute an dieser Adresse. Als er vergangene Woche von der Arbeit nach Hause kam, wurde er von dem Rentner angesprochen. „Ich habe ihm versprochen, die Fühler auszustrecken“, sagt Gruhne, weshalb er sich nun an den Nordkurier wandte, um den Retter auf diesem Wege ausfindig zu machen.

Wer sich also daran erinnert, am 28. Oktober 2016 gegen 18 Uhr einem älteren Herren nach dessen Fahrradunfall unweit des Angelladens in der Johannesstraße geholfen zu haben, wird gebeten, sich per E-Mail zu melden: red-neubrandenburg@nordkurier.de.

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