Der jetzige Rewe-Markt in Altentreptow wird in einen Nahkauf umfunktioniert.
Der jetzige Rewe-Markt in Altentreptow wird in einen Nahkauf umfunktioniert. Felix Gadewolz
Auf diesem etwa 1,2 Hektar großen Areal zwischen der Stralsunder Straße und der Landesstraße 35 sollen der R
Auf diesem etwa 1,2 Hektar großen Areal zwischen der Stralsunder Straße und der Landesstraße 35 sollen der REWE-Neubau und die Rossmann-Filiale entstehen. ZVG/Stadt Altentreptow
Einzehandel

So geht es weiter mit dem Rewe-Markt in Altentreptow

Obwohl die Rewe Group ihren Unternehmensstandort in Richtung Nordkreuzung verlagern will, soll der jetzige Supermarkt nicht aus dem Stadtbild verschwinden.
Altentreptow

Der Rewe-Supermarkt im Grünen Gang wird seine Türen entgegen anderslautender Gerüchte nicht für immer schließen. Sobald der geplante Neubau zwischen Stralsunder Straße und L35 fertig ist, soll in dem Gebäude am jetzigen Standort ein Nahkauf entstehen, damit die Treptower neben dem Aldi-Discounter hier auch in Zukunft eine weitere Einkaufsmöglichkeit für den täglichen Bedarf haben, wie der Geschäftsführer der VLP von Lehmden Projektmanagement GmbH, Daniel Bauer, beim jüngsten Bauausschuss mitteilte.

Mehr zum Thema: Rewe will Neubau für Supermarkt und Drogerie

Allerdings ist der Vollsortimenter Nahkauf kein eigenständiges Unternehmen, sondern lediglich eine Vertriebslinie der Rewe-Gruppe. Betrieben werden sie ausschließlich von selbstständigen Kaufleuten, die nahezu alle als genossenschaftliche Mitglieder mit dem Konzern verbunden sind. Demnach ändert sich im Grunde genommen eigentlich nur der Name des Marktes. Das umfangreichere Warensortiment und somit mehr Auswahl würden die Kunden in dem neuen, modernen Markt finden, der nach dem hauseigenen „Green Building“-Konzept (übersetzt: Grünes Gebäude) errichtet werden soll, erklärte Bauer.

Kritik am neuen Standort

Aufgrund des nachhaltigen Baukonzepts spare solch ein Öko-Supermarkt bis zu 50 Prozent Energie im Vergleich zu einem Standardbau. Dafür sorgen der Einsatz modernster Heizungs-, Lüftungs- und Beleuchtungstechnik und energieeffiziente Kälteanlagen. „Die Heizenergie wird zu einem großen Teil durch Abwärmenutzung und über den Einsatz von Wärmepumpen abgedeckt, sodass wir auf einen Gasanschluss voraussichtlich verzichten können“, erklärte Bauer. Der Markt soll grundsätzlich mit zertifiziertem Grünstrom, also CO2-neutral aus erneuerbaren Energiequellen wie Photovoltaik betrieben werden.

Trotz der genannten Vorzüge hielt sich die Begeisterung bei den Ausschussmitgliedern Anette Beutler und Rudi Korth in Grenzen. „Damit ziehen wir die Leute noch mehr aus der Innenstadt heraus. Wäre kein anderer Standort, der näher am Zentrum liegt, möglich gewesen?“, wollten die Vertreter der Altentreptower Wählergemeinschaft wissen. „Leider nein“, entgegnete Bauer. Sein Unternehmen, das sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung von Lebensmitteleinhandelsbetrieben beschäftigt, habe in den vergangenen Monaten im Auftrag der Rewe-Gruppe die Machbarkeit mehrerer Standorte innerhalb von Altentreptow überprüft, unter anderem in der Fritz-Reuter-Straße. Doch an keinem davon ließe sich das Projekt in der beabsichtigten Größenordnung realisieren.

Keine Bedenken von Anwohnern

„Deswegen haben wir uns letztendlich dazu entschieden, zwei private Flurstücke an der Nordkreuzung zu kaufen. Ein Experte für Natur- und Artenschutz hat sich die 1,2 Hektar große Fläche bereits bei einer Begehung angeschaut und diesbezüglich keine Bedenken geäußert“ versicherte der Geschäftsführer. Auch was die Abschirmung des Schallverkehrs von der Straße her betrifft, arbeite man an einer Lösung.

Unklar sei derzeit noch, ob es eventuell Unsicherheiten beim Baugrund geben könnte, da das entsprechende Gutachten bisher nicht vorliegt. „Gemeinsam mit dem zuständigen Planungsbüro sind wir optimistisch, dass alles so klappt, wie wir uns das vorstellen“, meinte Bauer. Vonseiten der direkten Anwohner gebe es nach Auskunft der Bürgermeisterin zu dem Bauvorhaben jedenfalls keine Bedenken.

Zustimmung für Bebauungsplan

Mit Rewe in direkter Nachbarschaft erhofft sich auch die Drogeriekette Rossmann regen Kundenzulauf. Obwohl sich die neue Filiale mit großer Wahrscheinlichkeit zum Selbstläufer entwickeln wird. „Die Stadt hat über Jahre erfolglos versucht, wieder eine Drogerie anzusiedeln. Umso mehr freuen wir uns, dass es für die Bürger nach langen Verhandlungen mit den Investoren nun endlich ein Angebot vor Ort geben wird“, betonte Claudia Ellgoth.

Die Mehrheit im Bauausschuss schien es genauso zu sehen und stimmte der Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung des Bebauungsplanes für das „Sondergebiet Rewe“ zu. Die endgültige Entscheidung obliegt den Stadtvertretern, die am 20. September zu ihrer nächsten Sitzung zusammenkommen. Wann der erste Spatenstich erfolgen kann, steht momentan aber noch in den Sternen.

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