NEUBRANDENBURGS INNENSTADT WIRD ZUR PARTYMEILE

So läuft das Vier-Tore-Fest

Partystimmung in Neubrandenburg: In der Innenstadt wird das ganze Wochenende bei schönstem Sommerwetter gefeiert. Das Stadtfest bietet für Jung und Alt Möglichkeiten, sich zu amüsieren. Wir haben einige Bilder vom Fest zusammengestellt.
"Neubrandenburg, ich will euch hören!", machte Namika das Publikum in Neubrandenburg heiß.
"Neubrandenburg, ich will euch hören!", machte Namika das Publikum in Neubrandenburg heiß. Jörg Franze
Auf der Spielwiese am Stargarder Tor tobten sich die Kinder unter anderem gut gesichert an der Kletterwand aus.
Auf der Spielwiese am Stargarder Tor tobten sich die Kinder unter anderem gut gesichert an der Kletterwand aus. Jörg Franze
Evi Kaiser aus Kratzeburg verkauft am Treptower Tor ihre gefilzten Wollwaren.
Evi Kaiser aus Kratzeburg verkauft am Treptower Tor ihre gefilzten Wollwaren. Félice Gritti
Fundgrube für Bücherwürmer am Treptower Tor: Micha Teuscher (r.) verkauft mit Kollegen vom Lions Club gebrauchte Bücher für zwei Euro.
Fundgrube für Bücherwürmer am Treptower Tor: Micha Teuscher (r.) verkauft mit Kollegen vom Lions Club gebrauchte Bücher für zwei Euro. Félice Gritti
Braut- und Festmode, präsentiert zu orientalischen Klängen – da sparte das Publikum am Friedländer Tor nicht mit Applaus.
Braut- und Festmode, präsentiert zu orientalischen Klängen – da sparte das Publikum am Friedländer Tor nicht mit Applaus. Jörg Franze
Die Breitling Stompers aus Rostock hatten mit Jazz und Dixieland in der gut gefüllten Konzertkirche das Vier-Tore-Fest eröffnet.
Die Breitling Stompers aus Rostock hatten mit Jazz und Dixieland in der gut gefüllten Konzertkirche das Vier-Tore-Fest eröffnet. Jörg Franze
Die Band Rockvalley aus Rostock sorgte für einen rockigen Einstieg ins Wochenende. Das Quintett brachte deutsche und internationale Songs von Andreas Bourani bis zu den Rollings Stones zu Gehör.
Die Band Rockvalley aus Rostock sorgte für einen rockigen Einstieg ins Wochenende. Das Quintett brachte deutsche und internationale Songs von Andreas Bourani bis zu den Rollings Stones zu Gehör. Jörg Franze
Stargast Namika begeisterte am späten Samstagabend mehrere tausend Leute auf dem Marktplatz.
Stargast Namika begeisterte am späten Samstagabend mehrere tausend Leute auf dem Marktplatz. Jörg Franze
Am Stargarder Tor kommen vor allem die Kleinsten auf ihre Kosten: Hier können sie Hufeisen werfen, Karussell fahren und Zuckerwatte essen. Der historische Jahrmarkt hat am Sonnabend bis 18 Uhr geöffnet.
Am Stargarder Tor kommen vor allem die Kleinsten auf ihre Kosten: Hier können sie Hufeisen werfen, Karussell fahren und Zuckerwatte essen. Der historische Jahrmarkt hat am Sonnabend bis 18 Uhr geöffnet. Félice Gritti
Stadtrundgang in XXL: Fast alle Stadtführer, die in die Rolle historischer Figuren schlüpfen, luden zu einem ausgedehnten Rundgang durch die Innenstadt ein.
Stadtrundgang in XXL: Fast alle Stadtführer, die in die Rolle historischer Figuren schlüpfen, luden zu einem ausgedehnten Rundgang durch die Innenstadt ein. Jörg Franze
Der Verein Fraueneinfälle veranstaltete in der 2. Ringstraße wieder sein Straßencafé - und erfreute sich vieler Besucher.
Der Verein Fraueneinfälle veranstaltete in der 2. Ringstraße wieder sein Straßencafé - und erfreute sich vieler Besucher. Félice Gritti
Ein Paradies für Kinder war die Turmstraße: Ob Zorbing im Wasserbecken oder Karussell-Fahrten, hier hatten die kleinen Festbesucher ihren Spaß.
Ein Paradies für Kinder war die Turmstraße: Ob Zorbing im Wasserbecken oder Karussell-Fahrten, hier hatten die kleinen Festbesucher ihren Spaß. Jörg Franze
Der Freie Fanfarenzug 1980 hatte am Sonnabendmorgen gegen 10 Uhr auf dem Marktplatz zum Wecken geblasen.
Der Freie Fanfarenzug 1980 hatte am Sonnabendmorgen gegen 10 Uhr auf dem Marktplatz zum Wecken geblasen. Jörg Franze
August Bath, Geschäftsführer der Fritz-Reuter-Gesellschaft, erzählte Gästen in den Räumen im Neuen Tor über Leben und Werk des Heimatdichters.
August Bath, Geschäftsführer der Fritz-Reuter-Gesellschaft, erzählte Gästen in den Räumen im Neuen Tor über Leben und Werk des Heimatdichters. Jörg Franze
Neubrandenburg.

"NA-MI-KA" – mit ihrem persönlichen Song eröffnete Namika am späten Samstagabend ihren Auftritt als Stargast auf dem Neubrandenburger Vier-Tore-Fest. Die Sängerin aus Frankfurt begeisterte mehrere Tausend Leute auf dem Marktplatz mit den Songs ihres ersten Albums "Nador". Bis zum Chartstürmer "Lieblingsmensch" musste das Publikum allerdings eine Stunde warten, dafür ließ Namika ihre Fans auch mitsingen. Kurz vor Mitternacht ging das Konzert zu Ende und der Marktplatz leerte sich. Im Vorprogramm hatte die Neubrandenburger Band Porto den Fans die Wartezeit auf den Stargast so leicht wie möglich gemacht.

Den Tag über hatte das Neubrandenburger Stadtfest mit Strandwetter, Bundesligastart und Ferienwochenende konkurrieren müssen –  die Stadt war am frühen Nachmittag deshalb noch nicht allzu voll. Doch je später es wurde, desto mehr Menschen machten sich bei lauem Spätsommerwetter auf den Weg in die Neubrandenburger Innenstadt.

Fast 60 Objekte bei Kunst und Krempel

Zuvor hatten zum Beispiel die Gäste im Hof des Regionalmuseums schon interessante Einblicke in die Schubladen und Schatzkästchen der Neubrandenburger bekommen. Fast 60 Objekte waren zur Aktion Kunst und Krempel eingereicht worden. Und die beiden Experten staunten vor allem über ein Exemplar nicht schlecht.

Um die Ecke, in der 2. Ringstraße, öffnete um 14 Uhr das Straßencafé des Vereins Fraueneinfälle und bot schattige Plätze, Kaffee und Kuchen: Kirsche, Brombeer, Heidelbeer, mit oder ohne Streusel. "Etwa 20 Stück haben unsere Mitglieder gebacken", sagte die Vereinsvorsitzende Anke Strunk.

Die Familien eroberten vor allem die Turmstraße und das Areal rings ums Stargarder Tor. Dort boten sich Vergnügungen von Hufeisenwerfen und Schach bis zu Kletterwand und Hindernisbahn. Auf den Bühnen am Markt und am Stargarder Tor präsentierten Neubrandenburger Vereine ihr Repertoire, von Cheerleader & Dance Verein bis modern senior Chor.

Handwerk und Bücher am Treptower Tor

Reichlich zu stöbern gab es am Treptower Tor: Im Durchgang boten Handwerker ihre Waren feil, vor dem Tor verkaufte der Lions Club gebrauchte Bücher zum Schnäppchenpreis. "Unsere Handwerkermärkte machen wir seit kurz nach der Wende", erzählte Thomas Steilen, Töpfermeister aus der Neubrandenburger Jahnstraße. Gemeinsam mit drei Handwerker-Kolleginnen hatte er die Stände am Treptower Tor aufgebaut.

Vor dem Treptower Tor stand Micha Teuscher inmitten von prall gefüllten Bücherkisten, vor dem Stand herrscht freundliches Gedränge. "Die Neubrandenburger lesen gern und viel", sagte der Mann vom Lions Club. "Das reicht von Kinderbüchern über Romane bis hin zu russischen Klassikern und Gartenbüchern." Jedes Buch sei für zwei Euro zu haben. "Ich bin auf der Suche nach Thrillern", sagte Monika Kruse und hob ihren Blick von einer der Kisten. Der Bücherstand war ihre erste Station am Sonnabend, danach wollte sie erst mal wieder nach Hause gehen. "Bei der Hitze sitze ich tagsüber lieber im Garten", sagte sie. "Heute Abend kommen wir dann wieder auf den Marktplatz.

Fanfarenstöße auf dem Marktplatz

Gut 20 Grad waren es am Sonnabendmorgen in Neubrandenburg, höher als 26 Grad Celsius sollte das Thermometer nach aktuellen Vorhersagen am Sonnabend aber gar nicht steigen. Bester Wetterbedingungen also für das Vier-Tore-Fest. Ab 10 Uhr ging an an vielen Ecken der Stadt los mit dem Programm.

Wer es bis dahin nicht aus dem Bett geschafft hatte: Für den Weckruf sorgte gegen 10.30 Uhr der Freie Fanfarenzug 1980 auf dem Marktplatz. Zu diesem Zeitpunkt war der Tag der offenen Tür im Standesamt am Friedländer Tor schon im Gange. Andreas Beck, Leiter des Neubrandenburger Standesamtes, erlebte sogar einen Ansturm der Heiratswilligen, die sich Termine für 2017 sichern wollten und schon zur Eröffnung anstanden.

Die Wiese am Stargarder Tor war fest in der Hand der Kinder, die hier Aquafun, Kletterwand oder Hindernisbahn ausprobieren konnten. Auch die Turmstraße bot mit Karussells, Hüpfburgen und Zorb-Wasserbällen den Jüngsten gute Gelegenheiten, ihren Eltern etwas Geld aus der Tasche zu ziehen.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

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