Am Montag sind Hubschrauber der Bundeswehr für eine Übung tief über Neubrandenburg geflogen. Ein Video der Bund
Am Montag sind Hubschrauber der Bundeswehr für eine Übung tief über Neubrandenburg geflogen. Ein Video der Bundeswehr zeigt den Blick aus dem Cockpit. Bundeswehr
Die Hubschrauber flogen tief über Neubrandenburg, hier die Neustrelitzer Straße.
Die Hubschrauber flogen tief über Neubrandenburg, hier die Neustrelitzer Straße. Danny Bende
„Schneller Adler”

So schauten Soldaten aus dem Bundeswehr-Heli auf Neubrandenburg

Schwer bewaffnete Soldaten retten einen Botschafter: Ein Video der Bundeswehr zeigt, wie die Übung mit vier Hubschraubern in der Tollense-Kaserne ablief.
Neubrandenburg

Die Bundeswehr hat auf Twitter ein Video veröffentlicht, auf dem Einblicke in die Übung bei dem Manöver „Schneller Adler” vom Montag in Neubrandenburg gegeben werden. Dabei wurden niederländische Fallschirmjäger mit drei Hubschraubern vom Typ NH90 und einem vom Typ SeaLynx von Peenemünde nach Neubrandenburg gebracht, wie die Bundeswehr mitteilte. Bei der Übung ging es darum, Botschaftspersonal im fiktiven Staat Fromonia in Sicherheit zu bringen.

Der Chef des Stabes schildert in dem 90-sekündigen Video das Szenario: „In den nächsten Stunden ist es so, dass wir gestern eine Information reinbekommen haben, dass der Botschafter und sein Personal, circa zehn Personen, aus der Botschaft heraus ihre Ausreise vorbereitet haben, weil die Flughäfen nicht funktionieren und Straßensperren eingerichtet sind, die Bevölkerung ruft auch auf, gegen Deutsche vorzugehen.”

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Aus „unsicherem Gebiet” ausgeflogen

Zu sehen ist dann, wie die Hubschrauber auf Neubrandenburg anfliegen und schwer bewaffnete Soldaten auf dem Gelände der Tollense-Kaserne den Botschafter sowie dessen Personal absichern und zu einer der Maschinen geleiten. Anschließend werden die Soldaten aus dem „unsicheren Gebiet” ausgeflogen. Zum Abschluss heiß es: „Das war ein Teil der Übung Schneller Adler.” In den vergangenen Tagen waren in MV knapp 2000 Personen an dem Manöver der Schnelle Eingreiftruppe (Quick Reaction Force) beteiligt, darunter etwa 1200 deutsche und niederländische Soldaten direkt in der Übung.

Die Überschneidung zweier Übungen in Neubrandenburg hatte am Montag für Konfusion bei der Bevölkerung und auch der Nordkurier-Redaktion geführt. Denn für den Beginn der Woche war zeitgleich der Start der Übung „Haffsturm” angekündigt worden. Der Stab und Verbände der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ sowie weitere Kräfte der 1. Panzerdivision üben bis zum 20. Mai in der Tollense-Kaserne in Neubrandenburg und auf dem Truppenübungsplatz Jägerbrück.

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