Helle Fassade, der Eingang an der Ecke, dreigeschossig, mit Sitzmöglichkeiten im Freien – so sieht der erste offizi
Helle Fassade, der Eingang an der Ecke, dreigeschossig, mit Sitzmöglichkeiten im Freien – so sieht der erste offizielle Entwurf zum Hotelprojekt „Markgrafenhof“ aus. SMAP Architektur- und Generalplanung GmbH
Bauvorhaben

So soll das neue Hotel in der City aussehen

Das geplante Hotel in der Poststraße hat einen Investor gefunden. Und jetzt werden die Ideen um das Großprojekt konkret. Doch noch gilt es viele Fragen zu klären.
Neubrandenburg

Das Hotelprojekt am Markgrafenhof in Neubrandenburg schreitet weiter voran. Einer Grafik zufolge, die dem Nordkurier exklusiv vorliegt, soll das neue Hotel eine helle Fassade bekommen, drei Geschosse haben, draußen Sitzmöglichkeiten bieten sowie einen Eingang an der Ecke Poststraße erhalten.

Vor gut drei Monaten waren die Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges) sowie die Stadt Neubrandenburg an die Öffentlichkeit getreten. Sie konnten nach langer Suche, die auch durch die Corona-Pandemie erschwert worden war, einen Investor präsentieren, der mit einem Betreiber das Hotelvorhaben in Angriff nehmen will.

Neuwoges und Investor haben sich laut Neuwoges-Geschäftsführer Michael Wendelstorf „über die Kaufpreise für die Grundstücke und den Projektvorlauf geeinigt“. Die Vertragsentwürfe seien erstellt und „zwischen den Gesellschaften in intensiver Abstimmung“. Über die Kaufpreise sei Stillschweigen vereinbart worden, heißt es.

Fördermöglichkeiten noch unklar

Ende November habe ein weiterer Termin mit der Neubrandenburger Stadtplanung und dem Bauordnungsamt stattgefunden, bei dem überarbeitete Entwürfe für das Hotelprojekt vorgestellt worden seien. „Es gibt nur noch partiellen Überarbeitungsbedarf“, heißt es weiter. Die Beteiligten seien mit den Entwürfen auf einem sehr guten Weg und sähen Lösungsansätze für die von der Stadtplanung aufgezeigten Änderungsbedarfe, schilderte Thomas Müller, von der Investorengesellschaft und Geschäftsführer der Architekturbüro SMAP Architektur- und Generalplanung GmbH. Auch sei über das bauordnungsrechtliche Verfahren diskutiert worden.

Demnächst soll die Zulässigkeit des Bauvorhabens im städtebaulichen und sanierungsrechtlichen Sinn geprüft und bestätigt werden. „Dies ist für uns eine wichtige Grundlage für die weitere Planung und vor allem auch, um im Hinblick auf die für solche Projekte in Aussicht stehenden Fördermöglichkeiten entsprechende Anträge stellen zu können“, verdeutlicht Thomas Müller.

Ihm steht mit Martin Bünk und dessen Incotels-Konzept ein versierter und engagierter Betreiber zur Seite, welcher nach eigenen Aussagen „für den Neubrandenburger Standort brennt und das Betreiberkonzept mit Leben erfüllen will“. Die beiden Investoren haben deutschlandweit fünf Inklusionshotels in der Verwirklichung. „Wir sind in der glücklichen Lage, mit den Investoren und der Neuwoges eine ideale Besetzung für dieses eminent wichtige Vorhaben zu besitzen und werden jedwede Unterstützung für die Verwirklichung generieren“, versichert Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt.

Bereits Anfang Dezember werde das Projektteam mit Unterstützung der städtischen Wirtschaftsförderung einen Termin mit dem Landesförderinstitut wahrnehmen. Dabei sollen die gegebenen Fördermöglichkeiten und das Antragsverfahren besprochen werden.

Auch neue Mietwohnungen am Standort geplant

Zusätzlich zum Hotelneubau der Investorengesellschaft plant die Neuwoges an diesem Standort den Neubau von modernen Mietwohnungen. „Unser Wohnungsneubauvorhaben steht in Synergie zu den Planungsthemen des Hotelprojektes“, erläutert Michael Wendelstorf. Schon bald werde es ein weiteres Planungsgespräch mit den Stadtwerken und der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft als städtebaulichen Sanierungsträger geben.

Die Neuwoges beabsichtige zum Jahresende den Bauantrag zu stellen. Das städtische Wohnungsunternehmen „hat dafür noch die eine oder andere Herausforderung zu meistern“. Dabei geht es laut Wendelsdorf um Gebäudehöhen und Details zur Tiefgarage. Außerdem seien mit dem Hotelplanungsbüro die barrierefreie fußläufige Erschließung des erhöhten Innenhofs zu überarbeiten.

Gerade in der Innenstadt sei das Bauen in den vergangenen Jahren komplizierter geworden, hieß es. Oberbürgermeister Silvio Witt zeigt sich indes zuversichtlich: „Insbesondere die Spannungsfelder, die sich aus Bestandsbebauung und Denkmalschutz ergeben, werden in engen und konstruktiven Abstimmungsprozessen mit der Stadtplanung ausgeräumt.“

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