ERÖFFNUNG 2025 GEPLANT

So soll das neue Polizeizentrum in Neubrandenburg mal aussehen

Auf dem Lindenberg soll neben anderen Behörden ein neues Polizeizentrum entstehen. Das alte Gebäude in der Stargarder Straße hat dann ausgedient.
So soll es einmal aussehen, das neue Polizeizentrum auf dem Neubrandenburger Lindenberg.
So soll es einmal aussehen, das neue Polizeizentrum auf dem Neubrandenburger Lindenberg. Architekten Huber Staudt
Neubrandenburg.

30 Jahre nach dem Ende der sich in Neubrandenburg für die Sicherheit zuständig fühlenden Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) steht fest: Auf dem Lindenberg zieht wieder „Sicherheitspersonal“ ein. Die Tage des arg in die Jahre gekommenen Gebäudes des Polizeipräsidiums in der Neubrandenburger Stargarder Straße sind gezählt. Im Behördenzentrum auf dem Neubrandenburger Lindenberg in unmittelbarer Nachbarschaft von Finanzamt und Staatsanwaltschaft soll in den nächsten Jahren ein neues Polizeizentrum entstehen.

Auf dem Weg dahin ist man jetzt einen entscheidender Schritt vorangekommen. Im Staatlichen Amt für Bau und Liegenschaften – eine Behörde, die sich um landeseigene Bauten kümmert – wurde der Sieger des europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs für das neue Polizeipräsidium bekannt gegeben. Unter – immerhin – teilnehmenden 25 Architekturbüros ist der Entwurf des Berliner Architekten GmbH Huber Staudt zum Sieger gekürt worden. Der Entwurf der Planer vom Baukonzept Neubrandenburg lief am Ende auf Platz acht ein.

Was passiert mit dem Gebäude in der Innenstadt?

In das neue Polizeizentrum ziehen das Polizeipräsidium und die Kriminalpolizeiinspektion ein, Polizeiinspektion und das Hauptrevier bleiben in der Innenstadt. Baustart für das Gebäude, das auf einer landeseigenen Brache gegenüber der Neubrandenburger „Gauck-Behörde“ gebaut werden soll, soll das Jahr 2022 sein. Drei Jahre später, so die Hoffnung, können die rund 150 Polizeibeamten dort einziehen, sagte Winfried Tasler, Chef des Betriebs für Bau und Liegenschaften. Auch den modernen Sicherheitsansprüchen können mit einem Neubau auf dem Lindenberg stärker Rechnung getragen werden.

Die Zukunft des unter Denkmalschutz stehenden Polizeigebäudes in der Stargarder Straße ist noch ungewiss, sagte Tasler. Er wisse vom Interesse der Stadt Neubrandenburg an der Immobilie, so der Behördenleiter weiter, konkret abgesprochen und verhandelt sei aber noch nichts. Auf jeden Fall, so das Versprechen, würde der Stadt das Vorkaufsrecht zugestanden. Aber, wie Fachleute sagen, würde eine wie auch immer gestaltete Sanierung des alten Gebäudes ganz viel Geld kosten. Mehr noch, so hieß es am Freitag, als der Neubau des Polizeipräsidiums auf dem Lindenberg. Die Baukosten für das neue Polizeizentrum werden mit rund 22,6 Millionen Euro beziffert.

Abriss des Gefängnisses noch ungewiss

Der schon immer von der Polizei genutzte Gebäudekomplex in Nachbarschaft der Johanniskirche in der Innenstadt stammt aus der Nachkriegszeit und ist seit vielen Jahren stark sanierungsbedürftig. Teilweise sind Gebäudeteile wie der ehemalige Kinosaal unterm Dach schon lange wegen Einsturzgefahr komplett gesperrt. Auch Teile des Daches müssen mit Gerüsten gestützt werden.

Auch in Nachbarschaft des neu zu errichtenden Polizeizentrums existiert eine landeseigenen Immobilie, auf die die Stadt ein Auge geworfen hat: Das längst leer gezogene Gefängnis. Auf dem Gelände möchte die Stadt gern Platz für neue Wohnungen schaffe. Indes – die Kosten für den Abriss der Anstalt überschreiten die finanziellen Möglichkeiten der Stadt. Im Rathaus hofft man immer noch auf ein Entgegenkommen der Landesregierung.

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