Als 2019 das letzte Mal Weberglockenmarkt war, hatte das Kaufhof-Warenhaus noch offen. 2021 könnte der Budenzauber wieder
Als 2019 das letzte Mal Weberglockenmarkt war, hatte das Kaufhof-Warenhaus noch offen. 2021 könnte der Budenzauber wieder wahr werden. Archiv
Auf dem Weberglockenmarkt ging es in den vergangenen Jahren feucht-fröhlich zu. Ob und unter welchen Bedingungen das Trei
Auf dem Weberglockenmarkt ging es in den vergangenen Jahren feucht-fröhlich zu. Ob und unter welchen Bedingungen das Treiben 2021 stattfinden darf, wird derzeit verhandelt. Mirko Hertrich
2G-Modell

So steht es um die Weihnachtsmärkte

Heiße Getränke an Buden und Eisvergnügen auf dem Marktplatz. Mit der jüngsten Lockerung besteht Hoffnung für Weihnachtsmärkte in der Neubrandenburger Region.
Neubrandenburg

Mit der Lockerung der Corona-Beschränkungen stehen die Vorzeichen gut für die Weihnachtsmärkte in und um Neubrandenburg. Seit Freitag gilt in MV eine neue Landesverordnung (LVO) mit einem 2G-Optionsmodell für Veranstalter. Sie haben die Wahl, ob sie den Zugang bei Events auf Geimpfte und Genesene (2G) beschränken oder ob sie weiter auch Getestete (3G) zulassen wollen. Wählen Veranstalter das 2G-Modell, dürfen andere Hygieneauflagen wie Abstand, Maskenpflicht oder Kontaktnachverfolgung entfallen.

Auswirkungen auf einzelne Veranstaltungen unklar

Für Neubrandenburg steigen damit die Chancen, dass der Weberglockenmarkt nach der Absage 2020 wieder vom 24. November bis 22. Dezember die Innenstadt beleben wird. Alexander Bahr von der zuständigen Veranstaltungszentrum Neubrandenburg GmbH teilte dem Nordkurier mit, „gemeinsam mit unseren Partnern und den Veranstaltern werden wir nun die Landesverordnung mit unseren Konzepten sorgfältig abgleichen“.

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Welche Auswirkungen dies für einzelne Veranstaltungen haben werde, „können wir aktuell noch nicht allgemein abschätzen“, hieß es. Letztendlich liege die Entscheidung, welches Modell gewählt werde, beim jeweiligen Veranstalter. Neben der Organisation etwa des Weberglockenmarkts führt und vermietet die VZN die wichtigsten Veranstaltungshäuser der Stadt.

Eislaufzeit traditionell mit Markttreiben eingeläutet

Die Neubrandenburger Stadtwerke planen ebenfalls, das Eislaufzelt wieder auf dem Marktplatz aufzubauen und die Eislaufzeit traditionell mit der Eröffnung des Markttreibens einzuläuten. Dazu liefen bereits erste Vorbereitungen, teilte eine Sprecherin mit. Aufgrund der Corona-Pandemie stehe „vorerst aber alles unter Vorbehalt“.

Ähnlich sieht es auch im Neubrandenburger Umland aus. Da die neue LVO derzeit nur bis zum 5. November verlängert wurde, fällt das Planen schwer. „Wir bereiten aber alles für den Markt im Woggersiner Speicher am 28. November vor“, sagt Silke Sievert vom Speicherverein.

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An diesem ersten Adventswochenende wollen sich auch die Altentreptower in Weihnachtsstimmung bringen. Allerdings werde es dieses Mal wohl nur die Veranstaltung auf dem Marktplatz geben, sagte Bürgermeisterin Claudia Ellgoth. Dass die „Treptower Wihnacht“ auch im Speicher stattfinden könne, sehe sie derzeit nicht.

Friedland erstmals mit Arbeitsgruppe

In Friedland wären sie schon über einzigen Weihnachtsmarkt froh. Bislang immer ehrenamtlich organisiert, hatten sich die Veranstalter vergangenes Jahr zurückgezogen. Nun sei auf Bestreben des neuen Bürgermeisters Frank Nieswandt (Linke) aber eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen worden. Die will kommende Woche erneut zusammensitzen und den Weihnachtsmarkt für dieses Jahr noch planen.

Auch in Burg Stargard wird es vermutlich nur die durch die Stadt organisierte Burgenweihnacht geben. Für den Stargarder Weihnachtsmarkt, den der Gewerbeverein sonst für die Innenstadt organisiert, sieht es eher schlecht aus. Vor Corona standen dort am Abend auch schon mal 2000 Besucher eng an eng. „Ich muss mit dem Gesundheitsamt noch mal das Gespräch suchen, aber nach jetzigem Stand dürften wir nur einige Hundert Menschen zulassen“, sagte der Vereinsvorsitzende Jan Wallochny. Es bräuchte einen Zaun als Abgrenzung, Ordner und „mit 2-G fangen wir gar nicht erst an“. Es soll ja ein gemeinschaftlicher Weihnachtsmarkt werden“, betonte er. Der Verein müsse die finale Entscheidung noch treffen. „Mir scheint das Risiko derzeit aber zu groß“, so Wallochny.

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