Egal ob eine private Geburtstagsparty oder das große Stadtjubiläum: Feiern kostet Geld. Hat das einkalkulierte Budg
Egal ob eine private Geburtstagsparty oder das große Stadtjubiläum: Feiern kostet Geld. Hat das einkalkulierte Budget der Stadt ausgereicht? Tobias Holtz
Finanzen

So viel hat die 777-Jahr-Feier in Altentreptow gekostet

Ein sechsstelliger Betrag wurde im Altentreptower Haushalt eingeplant, um die Jubiläumsfeier ausrichten zu können. Nun wurde im Rathaus Kassensturz gemacht.
Altentreptow

Tausende Besucher, unzählige Attraktionen und ein abwechslungsreiches Programm: Die zehntägige Festwoche zum Stadtgeburtstag hatte es wirklich in sich. Doch natürlich ist eine Party in dieser Größenordnung nicht zum Nulltarif zu haben: 100.000 Euro standen für die Feierlichkeiten in der Tollensestadt zur Verfügung, abzüglich fünfprozentiger Haushaltssperre bleibt ein Budget von 95.000 Euro übrig.

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Zwar hatte sich die Stadt im Vorfeld um Fördermittel und weitere Zuschüsse bemüht, um möglichst wenig Geld aus der Haushaltskasse beisteuern zu müssen. Allerdings wurde die Veranstaltung noch zu einer Zeit geplant, in der niemand damit rechnen konnte, dass es in allen Bereichen zu exorbitanten Preissteigerungen kommt. Bislang ließ sich daher nur schwer abschätzen, wie viel die Jubiläumssause am Ende wirklich kosten wird. Hat die veranschlagte Summe ausgereicht oder muss die Stadt jetzt doch noch eine Schippe draufpacken?

Auswertung ist nicht öffentlich

Die von der Stadtvertretung gewünschte Übersicht mit allen Ausgaben hat es jedenfalls nicht in den öffentlichen Teil des nächsten Sozialausschusses am Donnerstag geschafft, sondern wird intern hinter verschlossenen Türen ausgewertet. Wie aus dem Rathaus zu erfahren war, habe sich die Verwaltung ganz bewusst dazu entschieden. „Wir wollen die Öffentlichkeit natürlich nicht ausschließen, aber da jeder Posten detailliert aufgeschlüsselt wird, ist es aus Datenschutzgründen nicht anders möglich“, erklärte die Fachgebietsleiterin für Finanzen, Silvana Knebler.

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Das Ergebnis der Abrechnung solle aber kein Geheimnis bleiben. Insgesamt lägen die Kosten bei rund 78.035 Euro. Dem stünden Erträge in Höhe von 29.131 Euro gegenüber. Dieser Betrag setzt sich laut Verwaltung zusammen aus den 5000 Euro, die die Stadt als Zuwendung vom Amt bekommen hat, jeweils 10.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds und der City-Management-Förderung, 2254 Euro an Spendengeldern, 1346 Euro für den Verkauf von Souvenirs und 531 Euro, die mit dem Verkauf der Startnummern für den Stadtlauf erzielt worden sind.

Viele Spenden und Leihgaben

Bleibt eine Differenz von 48.904 Euro. „Wenn nach der Inbetriebnahme des Solarparks bei Klatzow noch die 50.000 Euro umfassende Förderung von unserem Hauptsponsor ,Unigea' nachträglich dazukommt, sind die Ausgaben zu Hundert Prozent gedeckt“, rechnet Knebler vor.

Zu verdanken sei dieses positive Resümee auch den zahlreichen Sachspenden und Leihgaben, die von privaten Unterstützern, den Gemeinden und Firmen bei der Stadt eingegangen sind. So haben unter anderem die BHG-Profibaumärkte, das Altentreptower Autozentrum, Brittas Blumentraum, der Deutsche Milchkontor und die Gebäudereinigung Schmidt zum Gelingen des Festes beigetragen.

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