Mehr als 100 Ärgernisse haben die Neubrandenburger gemeldet, seit die Stadt den Mängel-Melder fregeschaltet hat.
Mehr als 100 Ärgernisse haben die Neubrandenburger gemeldet, seit die Stadt den Mängel-Melder fregeschaltet hat. Florian Schuh
Mängelmelder

So viele Probleme melden Neubrandenburger

Defekte Straßenlaternen, Sperrmüll oder Falschparker – der Mängelmelder der Stadtverwaltung wird aktiv genutzt und die Resonanz aus der Bevölkerung ist positiv. Nur eine Sache finden viele Neubrandenburger nicht so schön.
Neubrandenburg

Seit einem Monat ist der Mängelmelder der Neubrandenburger Stadtverwaltung online und wird von den Einwohnern auch tatkräftig genutzt. 114 Meldungen gingen bereits auf der Internetseite der Stadt ein. Von defekten Straßenlaternen über Falschparker, illegal abgeladenem Sperrmüll bis hin zu Behinderungen oder gar Unfallgefahren – die Neubrandenburger informieren ihre Stadtverwaltung über alles, was ihnen sauer aufstößt.

Software-Lösung beschleunigt Arbeit im Rathaus

„Wir freuen uns, dass der Mängelmelder so gut von den Bürgern angenommen wird“, sagt Anett Seidel, Pressesprecherin des Rathauses. In der Verwaltung sei der Umgang mit dem Mängelmelder gut händelbar. Er vereinfache die Arbeit, da die angezeigten Mängel gleich an die zuständigen Mitarbeiter geleitet werden. Auch technisch soll es bisher keinerlei Schwierigkeiten gegeben haben.

Testphase auf Facebook zeigte Notwendigkeit

Für die Melder von Mängeln bringt das Online-Meldeportal den Vorteil, dass sie den Status der Bearbeitung verfolgen können und nach Abschluss auch Informationen darüber erhalten, ob und wie der Mangel behoben werden konnte. So wurde zum Beispiel dem Melder von Falschparkern mitgeteilt, dass der betroffene Bereich verstärkt durch den Außendienst kontrolliert werde. „Wie schnell ein Mangel behoben werden kann, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Fristen gibt es keine“, erklärt Seidel.

Stadt löscht Facebook-Gruppe

Dass der Mängelmelder notwendig ist, zeigte laut Seidel schon eine Testphase auf Facebook. Dort nämlich wurde am dritten Juli die Gruppe „Ideen- und Beschwerdemanagement Neubrandenburg“ gegründet und die Vielzahl an Kommentaren machte deutlich, dass Bedarf besteht. Doch die Gruppe wurde nun einen Monat nach Einführung des Melders Ende vergangener Woche von der Stadtverwaltung geschlossen. Das jedoch stößt auf nicht besonders viel Zuspruch. Einige Facebook-Nutzer monierten das Ende der Gruppe und äußerten, dass der Melder für Mängel, jedoch nicht für Ideen gedacht sei.

Doch statt lange zu diskutieren, wurde auf eigenen Faust eine neue Gruppe mit dem Namen „Ideen für Neubrandenburg“ gegründet. In dieser wollen sich alle Interessierten weiter über die Entwicklung der Stadt austauschen. Fragen wie „Welche Ideen und Anregungen habt ihr für die Stadtgestaltung, Kultur, Events, Stadtleben und so weiter?“ oder „Wie sollte Neubrandenburg 2030 aussehen und sein?“ sollen in der Gruppe diskutiert werden.

zur Homepage