STADTVERTRETUNG

Sondersitzung zur Beurlaubung von Neubrandenburger Wohnungschef Benischke

Nach dem Paukenschlag mit der Beurlaubung von Neuwoges-Chef Benischke herrscht zunächst Stille. Die Stadtvertretung soll aber zur Beratung der Personalie zu einer Sondersitzung zusammenkommen.
Eine offizielle Begründung für die Beurlaubung von Neuwoges-Chef Frank Benischke gibt es nicht. Unstimmigkeiten bei
Eine offizielle Begründung für die Beurlaubung von Neuwoges-Chef Frank Benischke gibt es nicht. Unstimmigkeiten bei einer Raumvermietung an CDU-Parteifreunde könnten der Grund gewesen sein. Mirko Hertrich
Neubrandenburg ·

Die Personalie um den beurlaubten Vorsitzenden der Geschäftsführung der kommunalen Wohnungsgesellschaft Neuwoges, Frank Benischke, wird ein Fall für die Stadtvertretung. Wie der Nordkurier erfuhr, soll die Stadtvertretung – trotz Corona-Krise – am Donnerstag kommender Woche zu einer außerordentlichen Stadtvertretersitzung im Haus der Kultur und Bildung (HKB) zusammenkommen. Einziger Tagesordnungspunkt sind dabei die Vorgänge, die zur sofortigen Beurlaubung von Frank Benischke am Mittwoch durch Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) geführt haben. Der Neuwoges-Aufsichtsrat soll einen Tag vorher zusammentreten, um die Vorwürfe zu prüfen und zu bewerten.

Unstimmigkeiten bei Vermietung eines Konferenzraumes

Nordkurier-Informationen zufolge hat OB Witt als Grund für die Freistellung des Managers Unstimmigkeiten bei der Vermietung eines Konferenzraumes im HKB genannt. Mieter soll demnach der CDU-Stadtverband gewesen sein, dessen Vorsitzender Frank Benischke ist. Angeblich sei seitens der Stadtverwaltung auch die Rede davon gewesen, die Vorgänge seien „von staatsanwaltschaftlicher Relevanz“. Ob eine Anzeige durch die Stadt vorliegt, war am Donnerstag bei der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft noch nicht in Erfahrung zu bringen.

Zu den genauen Gründen für die sofortige Beurlaubung hüllten sich am Donnerstag in der Öffentlichkeit alle Beteiligten in Schweigen. Wie schon Neuwoges-Aufsichtsratschef Toni Jaschinski (Linke) machten weder die Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges) noch die Stadt oder der Betroffene selbst Angaben zu dem Vorgang. Frank Benischke bat in einem kurzen Telefongespräch mit dem Nordkurier um Verständnis, dass er sich vorerst nicht öffentlich äußern möchte.

 

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